Das Lechfeld wird zur zweiten deutschen A400M-Basis

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Der Militärtransporter A400M steht auf einem Militärflugplatz
Der Militärtransporter A400M steht auf einem Militärflugplatz. (Foto: Holger Hollemann / DPA)
Deutsche Presse-Agentur

Der Fliegerhorst Lechfeld in Schwaben wird bis zum Jahr 2028 zur zweiten deutschen Basis für den Militärtransporter A400M ausgebaut. Wie die Bundeswehr am Donnerstag auf dem Militärflugplatz bei Graben (Landkreis Augsburg) informierte, sind dafür derzeit Investitionen von mehr als 170 Millionen Euro geplant. Es sollen 600 neue Dienstposten geschaffen werden.

Bislang sind die Airbus-Transporter nur in Wunstorf bei Hannover stationiert. Nun soll eine kleinere Einheit zusätzlich in Bayern aufgebaut werden. Von den zukünftig rund 50 A400M-Maschinen der Luftwaffe werden dann 10 ihre Basis bei Augsburg haben.

Dort soll eine multinationale Lufttransportgruppe entstehen, die es bislang bei der Bundeswehr noch nicht gibt. „Die Idee ist, dass verschiedene Partnernationen militärische Lufttransport-Kapazitäten bei der Bundeswehr mitnutzen können“, sagte Oberst Dirk Niedermeier, der Standortälteste der Lechfeldkaserne. Dies sei vor allem für kleinere Staaten interessant.

Das Lechfeld wurde bis 2013 von einem Jagdbombergeschwader genutzt. Seitdem die Tornados abgezogen sind, ist es ein Ausweichflugplatz der NATO. Aktuell sind noch 1000 Dienstposten besetzt. Das 19 Quadratkilometer große Areal ist auch das größte Munitionslager in Süddeutschland.

Am Donnerstag wurden auch Kommunalpolitiker aus der Region darüber informiert, wie künftig die Lärmbelastung sein wird. Die Luftwaffe betont, dass die modernen Transporter deutlich weniger Lärm produzieren als die früher stationierten Kampfbomber.

Den Gemeinden geht es auch darum, wo sie neue Baugebiete ausweisen können. Neben dem Fliegerhorst ist in den vergangenen Jahren eines der größten Logistikzentren Süddeutschlands entstanden. Auch dadurch gibt es in der Region einen großen Bedarf an Bauland.

Standort Lechfeld

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