Dachser will emissionsfreie Lieferdienste aufbauen

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Ein Fahrzeug des Logistikkonzerns Dachser
Ein Fahrzeug des Logistikkonzerns Dachser. (Foto: Dachser/Archivbild / DPA)
Deutsche Presse-Agentur

Der Logistikkonzern Dachser will in Europa ein Netz von abgasfreien Lieferdiensten für Innenstädte aufbauen. Dachser habe rund um die Stuttgarter Fußgängerzone ein vier Quadratkilometer großes Liefergebiet etabliert, sagte Vorstandschef Bernhard Simon am Dienstag in München. Das Unternehmen setze dabei auf elektrische Lastwagen und Lastenfahrräder. „Ähnlich wie in Stuttgart werden wir auch in anderen Städten Projekte dieser Art umsetzen“, sagte Simon.

Derzeit gebe es etwa 20 ähnliche Initiativen in Europa. So seien die Projekte in Köln, Freiburg, Paris und Kopenhagen weit fortgeschritten. Ein Problem ist für das Unternehmen allerdings, dass Elektro-Lkw kaum zu bekommen seien. „Wir hätten ganz gerne mehr“, sagte Simon. Er hofft, dass sich das Angebot in den kommenden Jahren verbessert. Für den Fernverkehr sieht der Dachser-Chef Elektro-Transporter nicht als Alternative für Diesel-Laster. Dort biete eher die Brennstoffzellentechnologie Chancen.

Im vergangenen Jahr sind bei dem Familienunternehmen aus Kempten der Umsatz und die Mitarbeiterzahl deutlich gestiegen. Der Nettoumsatz ohne Zölle und Einfuhrumsatzsteuer kletterte um 5,5 Prozent auf rund 5,6 Milliarden Euro, die Mitarbeiterzahl stieg um mehr als 1500 auf etwa 30 600 Beschäftigte. Im Jahr 2019 erwartet Simon ein Umsatzwachstum in ähnlicher Höhe, Ergebniszahlen veröffentlicht Dachser nicht. Das Allgäuer Unternehmen gehört zu den größten Logistikern in Deutschland und hat weltweit knapp 400 Standorte.

Simon, der Enkel des Firmengründers, nannte nochmals den Fachkräftemangel als eines der größten Probleme der Branche. Dachser hat daher ein eigenes Programm zur Ausbildung von Fernfahrern gestartet. Derzeit seien 207 Menschen in der Ausbildung, Ziel sei die permanente Ausbildung von 300 Berufskraftfahrern. Derzeit fehlten 50 000 Fahrer in Deutschland, sagte Simon. Auch bei gewerblichen Mitarbeitern wie Lageristen gebe es einen Mangel.

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