„Club“ zieht positives Fazit: „Laufen wie die Tiere“

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Michael Köllner
Michael Köllner, Trainer beim 1. FC Nürnberg. (Foto: Daniel Karmann/Archiv / DPA)
Deutsche Presse-Agentur

Zum Abschluss ihres Trainingslagers in Natz-Schabs kickten die Bundesligarückkehrer des 1. FC Nürnberg noch mit ein paar Kindern aus der Gemeinde auf Kleinfeldtore. Nach mehr als einer Woche auf dem Apfelhochplateau in Natz-Schabs traten die Franken am Sonntag die Rückreise mit wichtigen Erkenntnissen an. Nicht zuletzt das Testspiel in Brixen gegen den italienischen Fußball-Erstligisten FC Bologna war aufschlussreich.

„Es war bewusst so gewählt, dass man keine Mannschaft hat, die in der dritten Liga ist, sondern auch in der ersten Liga. Daher bin ich zufrieden über die Art und Weise, wie wir uns in großen Teilen des Spiels präsentiert haben“, sagte Trainer Michael Köllner nach dem 0:1 (0:1) am Samstag gegen die Mannschaft von Coach Filippo Inzaghi.

„Über das Ergebnis bin ich natürlich enttäuscht“, betonte Köllner. „Wir waren trotz der widrigen Platzverhältnisse klar überlegen, auf dem Platz konnte man nicht richtig Fußball spielen. Wir haben den Gegner beherrscht.“ Das entscheidende Tor für Bologna erzielte nach einem Fehler von Kapitän Hanno Behrens der frühere argentinische Nationalspieler Rodrigo Palacio (18. Minute).

Rund 20 Minuten vor dem Abpfiff prüfte Nürnbergs Tim Leibold mit einem Distanzschuss Schlussmann Lukasz Skorupski, im Nachschuss aus sechs Metern scheiterte Törles Knöll. Eine tausendprozentige Chance, befand Köllner nach der zweiten Niederlage im siebten Testspiel.

Mit der Arbeit in Natz-Schabs war der Coach zufrieden. „Wir haben nach einem richtig harten Trainingslager nochmal alles rausgehauen. Das stimmt mich positiv, die Grundlagen sind da“, stellte Köllner fest. Am Samstag bestreitet der „Club“ noch einen Härtetest gegen Real Valladolid.

„Man hat schon gesehen, an welchen Stellschrauben wir drehen müssen. Aber grundsätzlich hat es ordentlich ausgesehen, wir hatten ein paar gute Chancen auch in der zweiten Halbzeit“, resümierte Verteidiger Lukas Mühl, der von einem „top Trainingslager“ sprach. Schon im vergangenen Sommer hatte sich der FCN in Südtirol auf die neue Saison vorbereitet und stieg schließlich auf.

Der „Club“ muss sich noch in der Offensive verstärken. Manager Andreas Bornemann rechnet trotz schmalen Budgets in den nächsten Tagen oder Wochen mit Chancen, die eine oder andere Verstärkung zu verpflichten. „Hoffentlich klappt das noch mit dem Toreschießen“, meinte Stürmer Mikael Ishak. „Wenn wir so stark spielen wie gegen Bologna, können wir viele Spiele in der Bundesliga gewinnen.“

Damit dem so ist, hat Köllner mit seiner Mannschaft aber auch an der Physis gearbeitet. „Am Ende mussten wir richtig draufbeißen nach neun Tagen Trainingslager“, sagte Mühl über den kraftraubenden Test gegen Bologna. „Das wird auch in der ersten Liga so sein. 'Wir müssen laufen wie die Tiere', sagt der Trainer immer. So müssen wir auch in der Liga spielen, dass wir am Ende etwas zusetzen können.“

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