„Club“ sucht Ausweg aus der „Schwächephase“: Gesprächsbedarf

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Trainer Michael Köllner
Trainer Michael Köllner aus Nürnberg klatscht in die Hände. (Foto: Friso Gentsch / DPA)
Deutsche Presse-Agentur

Michael Köllner richtete den Blick nach der bitteren Last-Minute-Niederlage des 1. FC Nürnberg entschlossen nach vorne. „Nächste Woche bereiten wir uns gut vor und werden die kleine Schwächephase beenden“, sagte der „Club“-Coach nach dem 0:1 (0:0) am Freitagabend in Bielefeld. Zwei Niederlagen am Stück, zum dritten Mal nacheinander ohne eigenen Torerfolg: Mitten im Aufstiegskampf der 2. Fußball-Bundesliga hat den „Club“ ein heftiges Zwischentief erwischt.

Dieses soll, nein es muss im Heimspiel am kommenden Sonntag gegen den abstiegsbedrohten Bundesliga-Absteiger Darmstadt 98 beendet werden. „Nächste Woche haben wir ein wichtiges Spiel vor der Brust, da müssen und wollen wir die drei Punkte einfahren“, kündigte Torwart Fabian Bredlow an. Er musste gegen die Arminia in der 90. Spielminute das Gegentor von Konstantin Kerschbaumer schlucken, das den FCN um einen wertvollen Auswärtspunkt brachte.

„Bis zur 90. haben wir versucht, nach vorne zu spielen. Dass wir dann kurz vor Schluss einen kassieren, ist extrem bitter“, kommentierte der Torwart. „Wir verteidigen in einer Situation nicht gut, das wird dann bestraft“, bemerkte Abwehrspieler Enrico Valentini.

Noch sind die Aufstiegschancen des Tabellenzweiten absolut intakt. Diesen Umstand betonten alle beim „Club“. Bredlow sagte: „Dass man zwei Spiele hintereinander verliert, kann mal passieren.“ Patrick Erras bemerkte: „Jeder hat mal eine schlechte Phase in der Saison.“ Der 23 Jahre alte Mittelfeldspieler fügte aber auch hinzu: „Aus der müssen wir jetzt unsere Schlüsse ziehen.“ Und zwar schnell.

Vor 18 542 Zuschauern waren die Gäste eine Woche nach der ebenfalls bitteren Derby-Niederlage gegen die SpVgg Greuther Fürth erneut in der Offensive nicht zwingend genug. Allerdings bestand die Chance zum Sieg. Adam Zrelak hatte vor der Pause die beste Möglichkeit. Aus kurzer Entfernung brachte der Angreifer nicht richtig Druck hinter einen Kopfball nach einer Flanke von Tim Leibold. „Wir haben in der ersten Halbzeit ein gutes Spiel gemacht, haben es aber verpasst, mit den guten Möglichkeiten das 1:0 zu machen“, sagte Köllner.

Nach der Rückkehr aus Bielefeld gab es am Samstag Gesprächsbedarf. „In der Hinrunde hatten wir viele Partien, in denen das Pendel in den entscheidenden Momenten auf unsere Seite ausgeschlagen hat. Im Moment läuft es in diesen Situationen eher gegen uns“, erklärte Köllner.

Der Trainer muss mit seinen Spielern an wichtigen Kleinigkeiten arbeiten. Momentan kommt der letzte Pass nicht an. Die Verwertung der Chancen muss wieder besser werden. Der verletzte Toptorjäger Mikael Ishak (12 Saisontore) wird schmerzlich vermisst. Die Nervosität in Nürnberg nimmt zu, auch wenn Mittelfeldspieler Erras mahnt: „Wir dürfen uns durch die zwei Niederlagen nicht beunruhigen lassen.“

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