Chemieunfall bei Kontaktlinsenfirma: 14 Mitarbeiter verletzt

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Deutsche Presse-Agentur

Bei einem Chemieunfall mit einer ätzenden Flüssigkeit sind in Unterfranken 14 Mitarbeiter eines Kontaktlinsenherstellers verletzt worden. In einem Firmengebäude in Großwallstadt (Landkreis Miltenberg) war am frühen Morgen sogenanntes Acryloylchlorid ausgetreten, wie die Polizei am Donnerstag mitteilte. Die farblose, stechend riechende Flüssigkeit sei in einem Lagerraum ausgelaufen. In der Folge klagten 14 Mitarbeiter über Reizungen der Augen und Atemwege. Zwei von ihnen wurden ins Krankenhaus gebracht. Für die Bevölkerung konnte die Feuerwehr wenig später Entwarnung geben.

Acryloylchlorid ist hochgiftig und kann sich leicht entzünden. Die Flüssigkeit kann schwere Verätzungen und Augenschäden sowie Lebensgefahr bei Einatmen verursachen. Wofür das Unternehmen die Flüssigkeit benötigt, konnte die Polizei nicht sagen. Warum der Gefahrenstoff ausgetreten war, werde nun ermittelt, hieß es.

Infos zu Acryloylchlorid

Mitteilung der Polizei

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