Bund Naturschutz präsentiert Befragung zum Frankenschnellweg

Frankenschnellweg in Nürnberg
„Frankenschnellweg“ ist auf einem Straßenschild entlang der A73 in Nürnberg zu lesen. (Foto: Daniel Karmann / DPA)
Deutsche Presse-Agentur

Weiter klagen oder den ausgehandelten Vergleich annehmen? Der Bund Naturschutz (BN) wird heute das Ergebnis einer Mitgliederbefragung zum umstrittenen Ausbau des Frankenschnellwegs in Nürnberg bekanntgeben.

Bis zum 6. April konnten die Mitglieder der Nürnberger Kreisgruppe darüber abstimmen, ob der BN weiter gegen die Pläne für eine Art Stadtautobahn ohne Kreuzungen klagen soll oder ob er den mit der Stadt ausgehandelten Vergleich annehmen soll.

Der BN klagt seit acht Jahren gegen den Ausbau, der rund 660 Millionen Euro kosten und zehn Jahre dauern soll. 2015 gab der bayerische Verwaltungsgerichtshof der Klage in der mündlichen Verhandlung aber keine Aussicht auf Erfolg. Daraufhin begann der Umweltverband mit der Stadt über einen Vergleich zu verhandeln.

Dieser sieht unter anderem einen besseren Lärmschutz, ein Tempo-Limit und ein Verbot für Lastwagen über 7,5 Tonnen vor. Dennoch kritisiert der BN das Projekt nach wie vor als „verkehrspolitische Fehlentscheidung“.

Als Frankenschnellweg wird der fränkische Teil der Autobahn 73 zwischen Feucht (Landkreis Nürnberger Land) und Suhl in Thüringen bezeichnet. In Nürnberg endet die Autobahn, und der Verkehr muss durch das Stadtgebiet mehrere mit Ampeln geregelte Kreuzungen passieren, was oft zu langen Staus führt.

60 000 Fahrzeuge passieren nach Angaben der Stadt täglich die Strecke. Ein 1,8 Kilometer langer Tunnel sowie kreuzungsfreie Zu- und Abfahrten sollen das Nadelöhr beheben. Ohne den geplanten Ausbau wäre der Stadt zufolge eine Sanierung der Schnellstraße nötig, die ebenfalls hohe Kosten und eine lange Bauzeit bedeuten würden.

© dpa-infocom, dpa:210411-99-163629/2

Infos zur Mitgliederbefragung

Infos der Stadt zum Ausbau des Frankenschnellwegs

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