Bayerns Wirtschaft für Kooperation in der Medienlandschaft

Lesedauer: 2 Min
Deutsche Presse-Agentur

Die Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft (vbw) fordert eine grundlegende Reform der deutschen Medienordnung mit mehr Kooperation zwischen privaten und öffentlich-rechtlichen Anbietern. Eine solche Neuregelung sei als Antwort auf die zunehmende Marktmacht von US-Internetriesen wie Facebook, Amazon und Google nötig.

„Die Wettbewerbsbedingungen haben sich in den letzten Jahren stark zulasten unserer heimischen Medienwirtschaft verändert“, sagt vbw-Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt. Ohne eine Reform sei der publizistische Wettbewerb auf Dauer wirtschaftlich gefährdet, heißt es in einer von der vbw in Auftrag gegebenen Studie von Juristen, Ökonomen, Medienforschern und Kommunikationswissenschaftlern.

Für mehr Zusammenarbeit von öffentlich-rechtlichen Anstalten wie ARD und ZDF und Privatsendern seien gesetzliche Änderungen nötig. Dabei braucht der öffentlich-rechtliche Rundfunk den Experten zufolge „Freiheiten und Anreize“, um solche Kooperationen voranzutreiben. Im Wettbewerb mit den weltweit tätigen Internet-Plattformen sei ausreichende Größe eine Grundbedingung für Erfolg.

Die Stimmen für eine europäische Alternative zu den US-Plattformen waren zuletzt lauter geworden. Bereits seit längerem plädiert der ARD-Vorsitzende Ulrich Wilhelm dafür, der auch Intendant des Bayerischen Rundfunks ist. Ebenfalls in diese Richtung äußerte sich der bayerische Ministerpräsident Markus Söder (CSU).

Studie "Kooperationsorientierte Weiterentwicklung der Medienordnung“

Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen
Mehr Themen