Bayern zahlt neun Millionen Euro Strafzins für Geldeinlagen

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Bayern zahlt Strafzinsen
Banknoten liegen auf einem Haufen. (Foto: Jens Wolf/Archiv / DPA)
Deutsche Presse-Agentur

Der Freistaat hat nach SPD-Angaben in den Jahren 2016 und 2017 insgesamt 8,9 Millionen Euro an Strafzinsen für Bargeld-Konten bezahlt. Das teilte die SPD-Landtagsfraktion nach einer Parlamentsanfrage mit. Negativzinsen bei Banken sind auch eine Folge der Niedrigzinspolitik der Europäischen Zentralbank (EZB). Allein der Denkmalschutzfonds habe 2016 knapp 69 000 und 2017 sogar 255 000 Euro Negativzins bezahlt. „Statt das Geld sinnvoll in unzählige Kulturdenkmäler in Bayern zu investieren, hortet die Staatsregierung lieber das Geld und zahlt dafür Strafzinsen“, kritisierte SPD-Fraktionschef Markus Rinderspacher. Genehmigungen müssten schneller erteilt und Gelder flexibler angelegt werden.

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