Bayern verschiebt auch Abschlussprüfungen anderer Schularten

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Deutsche Presse-Agentur

Nach dem Abitur werden in Bayern wegen des Coronavirus auch Abschlussprüfungen anderer Schularten verschoben. Es gehe dabei um Mittelschulen, Realschulen und Wirtschaftsschulen, teilte das Kultusministerium am Donnerstag in München mit. „Wir wollen genügend Zeit für die Vorbereitung auf die Prüfungen geben“, begründete Kultusminister Michael Piazolo (Freie Wähler) die Entscheidung. „In gemeinsamer Anstrengung wollen wir den Absolventinnen und Absolventen auch in dieser Ausnahmesituation bestmögliche Bedingungen für ihre Abschlussprüfungen bieten.“

Der mit Lehrkräften, Eltern, Schülern und Direktoren abgestimmte Plan sieht vor, den Start der Prüfungen um 14 Tage nach hinten zu verschieben. Auch die zentralen mündlichen Prüfungen der Realschüler in den Fremdsprachen sollen verlegt werden. Eine Ausnahme gibt es an den Mittelschulen für das Fach Muttersprache, wo es bei den bisherigen Terminen bleibt. Entlassen werden sollen die Absolventen dann am letzten Schultag vor den Sommerferien.

Der Realschullehrerverband (brlv) sprach von einer Entscheidung, die Weitsicht und Verantwortung zeige und den Absolventen zusätzliche Vorbereitungszeit verschaffe. Es gehe vorrangig um die Gesundheit der Jugendlichen und um eine Gesamtverantwortung für alle Menschen in unserer Gesellschaft.

„Wer derzeit in Deutschland Prüfungen durchdrückt ohne Rücksicht auf die allgegenwärtige Ansteckungsgefahr, der entfernt sich von jeglicher Verantwortung und sozialem Zusammenhalt“, sagte der Landesvorsitzende Jürgen Böhm. Außerdem hätten Lehrer, Eltern und Schüler nun Planungssicherheit, weil die Prüfungen im laufenden Schuljahr abgeschlossen werden könnten, ohne sich in die Sommerferien zu ziehen.

Am Mittwoch hatte der Freistaat schon die Abiturprüfungen vom 30. April auf den 20. Mai 2020 verschoben. Im Hinblick auf den weiteren Verlauf der Virusausbreitung hatte das Ministerium allerdings weitere Veränderungen nicht ausgeschlossen. Die aktuelle Situation erfordere flexibles Handeln.

Pressemitteilung Kultusministerium

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