Bayern sollen Insekten zählen

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Eine Biene sammelt Nektar an einer Blume
Eine Biene sammelt den Nektar von einem rosafarbenen Sonnenröschen. (Foto: Matthias Balk/Archiv / DPA)
Deutsche Presse-Agentur

Der Landesbund für Vogelschutz (LBV) hat die Bayern zum Insektenzählen aufgerufen. Bei einer bundesweiten Zählaktion kann vom 3. bis 12. August alles registriert werden, was sechs Beine hat, krabbelt oder flattert. Jedes Insekt zähle und werde gezählt, betonte der LBV am Dienstag in Hilpoltstein. Besondere Aufmerksamkeit werde auf acht in Deutschland besonders häufige Arten gerichtet: auf das Grüne Heupferd - die größte heimische Heuschreckenart -, die Tagfalter Schwalbenschwanz und Kleiner Fuchs, den Sieben-Punkt-Marienkäfer, die Ackerhummel und Holzbiene, auf die Libellenart Blaugrüne Mosaikjungfer und die Streifenwanze.

Beobachten und zählen kann man im Garten, auf dem Balkon, im Park, auf der Wiese, im Wald, an Feld, Teich, Bach oder Fluss. Das Beobachtungsgebiet soll nicht größer sein als etwa zehn Meter rund um den eigenen Standpunkt. Gezählt wird eine Stunde lang: Und zwar von jeder Insektenart die höchste, gleichzeitig gesehene Zahl von Tieren. Hilfe beim Bestimmen und Zählen bietet die App „Insektenwelt“. Unter www.insektensommer.de können die gezählten Sechsbeiner zum Schluss gemeldet werden.

Durch die Aktion sollen Bestände besser erfasst werden. Denn Studien zeigen, dass die Insekten in Deutschland deutlich zurückgehen. Zu den vermuteten Gründen zählen unter anderem die intensive Landwirtschaft und der Einsatz von Pestiziden.

Aktion Insektensommer

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