Bayern schiebt elf Asylbewerber in die Ukraine ab

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Deutsche Presse-Agentur

Bayern hat elf Asylbewerber in die Ukraine abgeschoben. Ein vom Freistaat finanziertes Charterflugzeug habe sie am Montag von München in die ukrainische Hauptstadt Kiew gebracht, sagte ein Sprecher des Bayerischen Landesamts für Asyl und Rückführungen am Dienstag in München. Die Abschiebung sei in Regie des Freistaats erfolgt und mit dem Bund abgesprochen gewesen. Weder Bundespolizisten noch bayerische Polizisten seien bei dem Flug beteiligt gewesen. Stattdessen war die Organisation der Sicherheit an Bord in der Verantwortung der Fluggesellschaft.

Das Land Baden-Württemberg organisiert nach Auskunft des dortigen Innenministeriums eigene Charter zu den Zielen Serbien/Mazedonien, Albanien und Kosovo. Die Flüge werden von Bulgaria Air ausgeführt, die Fluglinie kümmert sich auch um die Organisation der Sicherheitsbegleitung.

Am Montag waren zudem drei Menschen per Linienflug nach Italien abgeschoben worden - zwei Personen nach Mailand, eine Person nach Neapel. Diese Abschiebungen erfolgten laut dem Sprecher im Rahmen der sogenannten Dublin-III-Verordnung. Danach ist im Regelfall das EU-Land für den Asylantrag zuständig, in dem ein Schutzsuchender erstmalig registriert wurde.

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