Bayern geben für Zahnersatz besonders viel Geld aus

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Beim Zahnersatz greifen die Bayern nach einer Auswertung der Barmer im Bundesvergleich besonders tief in de Tasche. Für Kronen, Brücken und anderen Zahnersatz zahlen sie im Schnitt 1228 Euro als Eigenanteil dazu. Das ist fast doppelt so viel wie bei Patienten in Sachsen-Anhalt, wie aus dem „Zahngesundheitsatlas“ der Krankenkasse hervorgeht, der am Donnerstag in Berlin erstmals vorgestellt wurde.

Im Freistaat tragen Patienten mit ihrem Eigenanteil 66 Prozent der Kosten. Im Osten liegt die Quote dagegen nur bei 47,7 bis 50,2 Prozent. Die gesetzlichen Krankenkassen bezahlen für Zahnersatz einen festen Zuschuss; wer mehr will als die Regelversorgung, muss die Mehrkosten selbst bezahlen.

Eine Ursache für hohe Kosten dürfte nach Einschätzung von Barmer-Chef Christoph Straub „die verstärkte Wahl von aufwendigem, ästhetisch ansprechendem und somit meist teurerem Zahnersatz sein.“ Dabei sei die Regelversorgung nicht nur zweckmäßig, sondern auch haltbar. „Wenn aufwendiger Zahnersatz gewählt wird, stellt sich durchaus die Frage, ob das immer der alleinige Wunsch des Patienten ist“, sagte Straub und kritisierte damit indirekt die Beratung bei den Zahnärzten.

Bei der Zahnvorsorge für Kinder steht Bayern an der Spitze: So waren im Freistaat 42,5 Prozent der Kinder zwischen dem 30. und 72. Lebensmonat bei einer Früherkennungsuntersuchung. Bundesweit liegt die Quote bei 35,9 Prozent.

Für den Zahngesundheitsatlas wurden Daten von etwa 9,4 Millionen Versicherten der Barmer erhoben. Dies entspricht den Angaben zufolge einem Anteil von knapp 13 Prozent aller Versicherten in der gesetzlichen Krankenversicherung.

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