Bayerische Papierindustrie setzt drei Milliarden Euro um

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Deutsche Presse-Agentur

Die Nachfrage nach Verpackungen hat die bayerische Papierindustrie kräftig wachsen lassen. Ihr Umsatz wuchs im vergangenen Jahr um acht Prozent auf drei Milliarden Euro, wie Verbandschef Jürgen Schaller am Freitag in München sagte. Die Produktion sei auf 4,6 Millionen Tonnen Papier und Pappe gestiegen.

Transport- und Verkaufsverpackungen machen inzwischen mehr als die Hälfte der Papierproduktion in Deutschland aus, ein Drittel sind Druck- und Schreibpapiere. Gut 20 Prozent der deutschen Papierproduktion kommen aus Bayern.

Sorgen machen der bayerischen Papierindustrie die Autoindustrie und die Strom- und Rohstoffversorgung. „Die nachlassende Konjunktur und insbesondere die schwierige Lage der Automobilindustrie machen uns zu schaffen. Die Autobauer sind eine der wichtigsten Kundengruppen der Papierindustrie“, sagte Schaller. Außerdem brauche seine Branche eine sichere und auch preisgünstige Stromversorgung. „Eine Katastrophe“ sei der Plan der Tiroler Landesregierung, den Lkw-Transport von Holz, Altpapier und Papier auf der Inntalautobahn A 12 ab Oktober zu verbieten.

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