Bayerische Metall- und Elektroindustrie boomt

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Roboter arbeiten an Fahrerkabinen von Lastwagen
Roboter arbeiten in einer Werkshalle an Fahrerkabinen von Lastwagen. (Foto: Sven Hoppe/Archiv / DPA)
Deutsche Presse-Agentur

Die bayerische Metall- und Elektroindustrie präsentiert sich in Bestform und baut weiter Stellen auf. Die Firmen beurteilen ihre Geschäftslage im Inland wie im Ausland so gut wie noch nie seit Beginn der Umfrage im Jahr 2000. Aber „Protektionismus, Fachkräftemangel und Materialknappheit werden zu echten Wachstumsbremsen“, sagte Verbands-Hauptgeschäftsführer Bertram Brossardt am Dienstag in München.

Die Branche beschäftige aktuell 860 000 Mitarbeiter, so viele wie noch nie. Bis Jahresende sollen es sogar 870 000 sein. Die Firmen suchten dringend Ingenieure, Informatiker und IT-Facharbeiter, sagte Brossardt. Jeder dritte Betrieb müsse bereits Aufträge ablehnen, jeder zweite beklage Produktionsverzögerungen.

Für das kommende Halbjahr erwarten die meisten Metall- und Elektrofirmen gleichbleibend sehr gute Geschäfte. Elektronik- und IT-Unternehmen äußerten sich eher optimistisch, Automobil- und Zulieferbetriebe eher skeptisch. Vor allem die Exporterwartungen gaben deutlich nach. Hintergrund sind die gegenseitigen Drohungen der USA, der EU und Chinas mit höheren Zöllen.

Die bayerische Metall- und Elektroindustrie hat im vergangenen Jahr 265 Milliarden Euro Umsatz erwirtschaftet, 61 Prozent davon im Ausland. Ein Handelskrieg „wäre Gift für unsere Industrie“, sagte Brossardt. 90 Prozent der Unternehmen sähen im Protektionismus die größte Beeinträchtigung für ihre Geschäfte.

Bayerische Metall- und Elektroindustrie in Zahlen

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