Bauern: Schweinepest bleibt Gefahr

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Wildschwein
Ein Wildschwein (Sus scrofa) liegt auf dem Waldboden in seinem Gehege. (Foto: Patrick Pleul/Archiv / DPA)
Deutsche Presse-Agentur

Die Bauern in Bayern sehen die Gefahr der Afrikanischen Schweinepest auch nach dem mutmaßlichen Ende der Seuche im Nachbarland Tschechien nicht gebannt. Wildschweine müssten deshalb im Freistaat weiter verstärkt abgeschossen werden, mahnte der Präsident des Bayerischen und Vizepräsident des Deutschen Bauernverbandes, Walter Heidl. „Das Risiko ist immer noch das gleiche. Wir sitzen nach wie vor auf einem Pulverfass.“

Die Hauptgefahr bleibe, dass der Erreger durch rohe Fleischwaren aus den betroffenen Regionen Osteuropas eingeschleppt werde. „Es reicht schon aus, wenn Lastwagenfahrer oder eine Saisonarbeitskraft Wurst oder andere Lebensmittel mitbringen und sich Wildschweine durch weggeworfene Speisen infizieren“, sagte Heidl. Gerade zu Weihnachten stelle die große Mobilität eine zusätzliche Gefahr dar.

Sei der Erreger einmal im Land, könne er sich über Schwarzwild rasch ausbreiten. Deshalb müssten Wildschweine weiter verstärkt bejagt werden. „Wir haben nach wie einen enorm großen Schwarzwildbestand.“

Wichtig seien die in den kommenden Wochen geplanten Veranstaltungen mit den Bauern und Veterinären, um einen Plan für das Vorgehen im Krisenfall zu entwickeln. „Wir wünschen uns alle, dass der Worst Case nicht eintritt.“ Nicht nur Wildschweine, auch Nager wie Ratten können den Erreger übertragen - und in heimische Schweineställe tragen. Schweinehalter müssen deshalb auch hier zusätzliche Vorsorgemaßnahmen treffen und verhindern, dass kleine Nager in den Stall kommen können.

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