Anteil der Privatschüler in Bayern leicht gestiegen

Lesedauer: 2 Min
Schülerin der 5. Klasse
Mäppchen liegen vor einer Schülerin der 5. Klasse. (Foto: Uwe Anspach/Archivbild / DPA)
Deutsche Presse-Agentur

Der Anteil der Schülerinnen und Schüler im Freistaat, die auf eine private statt auf eine öffentliche Schule gehen, ist in den vergangenen zehn Jahren leicht gestiegen. Im zu Ende gehenden Schuljahr 2018/2019 registrierte das Statistische Landesamt in Fürth rund 141 500 Kinder und Jugendliche, die an einer der 594 allgemeinbildenden Privatschulen unterrichtet wurden. Das sind 11,4 Prozent aller Schüler im Freistaat.

Zehn Jahre zuvor gab es erst 523 private Schulen mit allerdings knapp 146 300 Schülern, was damals einem Anteil von 10,4 Prozent aller Schüler entsprach. Binnen zehn Jahren gab es also einen Anstieg um einen Prozentpunkt.

„Die Privatschulen haben sich ihre gestiegene Beliebtheit selbst erarbeitet und damit das Bildungsangebot bereichert“, kommentierte der bildungspolitische Sprecher der FDP-Landtagsfraktion, Matthias Fischbach, am Mittwoch. „Jetzt muss auch das öffentliche Schulsystem attraktiver werden.“ Wichtige Bausteine hierfür seien Gestaltungsfreiheit und Eigenverantwortung vor Ort „statt bildungspolitischer Planwirtschaft aus dem Kultusministerium“. So würde es zu einem Qualitätswettbewerb kommen, wenn Eltern unabhängig vom Wohnort die Schule für ihr Kind auswählen könnten.

Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen
Mehr Themen