Alkoholverbot ab 22 Uhr in Würzburg wegen Coronazahlen

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Menschen stoßen mit ihren Bierkrügen an
Menschen stoßen mit ihren Bierkrügen an. (Foto: Matthias Balk / DPA)
Deutsche Presse-Agentur

Wegen steigender Coronazahlen schränkt die Stadt Würzburg Gastronomie und Freilufttrinken ein. Ab 22 Uhr dürfen die Wirtshäuser in der Innenstadt weder Getränke ausschenken noch Essen servieren und entlang des Mains ist das Trinken unter freiem Himmel verboten. Das teilte die Stadtverwaltung am Montag mit.

Zuvor hatten die Behörden in der besonders vom Coronavirus betroffenen Stadt etliche Gymnasiasten in Quarantäne geschickt. Am Röntgen-Gymnasium fällt der Unterricht wegen bestätigter Coronavirus-Infektionen und mehrerer Verdachtsfälle bis vorerst Mittwoch aus. Am Wirsberg-Gymnasium müssen vier Klassen und zwei Oberstufen-Kurse zu Hause bleiben, bis die Schüler einen negativen Corona-Test vorlegen können, wie das Büro der Ministerialbeauftragten für Gymnasien in Unterfranken mitteilte. Für die Grund- und Mittelschulen sowie Realschulen meldeten die Behörden bis Montagnachmittag zunächst keine Einschränkungen.

Würzburg ist seit Beginn der Pandemie vor allem wegen vieler Infektionen in Altenheimen in den Fokus geraten. Zuletzt hatte die Stadt immer wieder den wichtigen bundesweit vereinbarten sogenannten Corona-Inzidenzwert überschritten. Am Montag meldete das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) für Würzburg 69,60 Neuinfektionen pro 100 000 Einwohner innerhalb der vergangenen sieben Tage (Stand: 14. September, 8.00 Uhr).

Wegen der hohen Infektionszahlen müssen sich außerdem Reiserückkehrer aus einem Risikogebiet doppelt testen lassen. Zudem dürfen nur noch maximal fünf Menschen zusammen draußen unterwegs sein, die nicht zu einem Hausstand gehören oder enge Verwandte sind. Das Feiern auf öffentlichen Plätzen und Anlagen ist untersagt.

In Bayern sind nach LGL-Angaben bisher 62 145 Menschen positiv auf das Coronavirus Sars-CoV-2 getestet worden. Gestorben sind bislang im Freistaat 2644 Menschen, die sich mit dem Erreger infiziert hatten. Als genesen galten 54 510 Menschen.

In München prüft die Stadtverwaltung unterdessen ein Alkoholverbot auf der Theresienwiese für den kommenden Samstag. Das sagte Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD). Dann hätte eigentlich das wegen Corona abgesagte Oktoberfest eröffnet werden sollen. Ein mögliches Verbot soll den erwarteten privaten Wiesn-Ersatzpartys einen Riegel vorschieben.

LGL-Übersicht Coronavirus-Infektionen in Bayern

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