Adoptivmutter vergewaltigt: Bewährungsstrafe

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Deutsche Presse-Agentur
lby

Das Amtsgericht Kitzingen hat einen 24-Jährigen wegen Vergewaltigung seiner Adoptivmutter zu einer Bewährungsstrafe von zwei Jahren verurteilt. Der Mann habe sich zuvor in alkoholisiertem Zustand mit der Mutter über Geld gestritten, sagte die Richterin am Dienstag. Der Mann hatte keinen Geschlechtsverkehr mit der Frau, sondern sie im Genitalbereich malträtiert. Juristisch zählte seine Tat als Vergewaltigung. Die „Main-Post“ und das Portal infranken.de hatten zuerst über das Urteil berichtet, das bereits am 4. Juni gesprochen worden war.

Laut einem Gutachter habe hinter der Tat kein sexuelles Motiv, sondern Wut gesteckt, sagte die Richterin. Sie stufte den Angeklagten als vermindert schuldfähig ein. Er soll nun in einer sozialtherapeutische Einrichtung untergebracht werden und bekam Arbeitsauflagen, um einen geregelten Alltag zu schaffen. Der Angeklagte war laut Richterin als Bub aus einem russischen Kinderheim adoptiert worden. Die Adoptivmutter habe nach der Tat ihren Sohn zwar angezeigt; vor Gericht hätten sie und ihr Mann aber die Aussage verweigert.

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