Adidas will nach Corona-Pause wieder Dividende zahlen

Deutsche Presse-Agentur

Der fränkische Sportartikelhersteller Adidas will nach einer einjährigen Pause wieder eine Dividende an seine Aktionäre ausschütten. So will der Vorstand auf der Hauptversammlung Mitte Mai eine Auszahlung von 3 Euro je Aktie vorschlagen, wie das Unternehmen am Montag in Herzogenaurach mitteilte. Insgesamt würde Adidas damit 585 Millionen Euro an die Aktionäre ausschütten. Die Dividendenrendite liegt bei rund einem Prozent.

An der Börse sorgten die Nachrichten nur kurzzeitig für einen Kurssprung. Zuletzt lag die Adidas-Aktie wieder mit 1,45 Prozent im Minus bei 291,30 Euro und gehörte damit wieder zu den schwächsten Werten im Dax.

Adidas hatte im vergangenen Jahr stark unter den Corona-Maßnahmen gelitten. So musste der Konzern immer wieder eigene Ladengeschäfte schließen. Der Umsatz aus dem Einzelhandel fehlte entsprechend. Vor allem die ersten Monate in der Krise hatten den Vorstand um Konzernchef Kasper Rorsted nervös gemacht. So hatte der Konzern angekündigt, temporär keine Miete mehr für seine geschlossenen Geschäfte zu zahlen, diese Pläne aber nach Protesten wieder zurückgenommen.

Zudem nahm Adidas einen Kredit in Höhe von 3 Milliarden Euro bei der staatlichen Förderbank KfW auf, um finanziell flexibel zu bleiben. Voraussetzung dafür war, dass Adidas während der Laufzeit von 15 Monaten keine Dividende an seine Aktionäre ausschüttet. Letztlich nahm Adidas nur 500 Millionen Euro aus dem Kredit in Anspruch. Diese hat der Konzern nach eigenen Angaben im Oktober inklusive vereinbarter Zinsen und Gebühren zurückgezahlt.

Der neue Dividendenvorschlag liegt unter dem zuletzt gezahlten Betrag für das Geschäftsjahr 2018. Damals hatte der Konzern je Aktie 3,35 Euro ausgeschüttet. Für 2019 hatte Adidas ursprünglich 3,85 Euro je Anteil vorgesehen.

© dpa-infocom, dpa:210222-99-544762/3

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