Absturz oder Sprung? Frau verklagt Eigentümer nach Fall

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Ein Richterhammer aus Holz
Auf der Richterbank liegt ein Richterhammer aus Holz. (Foto: Uli Deck/Archiv / DPA)
Deutsche Presse-Agentur

War sie versehentlich gestürzt oder freiwillig einen steilen Abhang hinuntergesprungen? Mit der Klage einer Frau, die sich bei einem Fall von der Terrasse eines befreundeten Paars schwer verletzt hatte, beschäftigt sich das Münchner Oberlandesgericht heute. In der Revisionsverhandlung verlangt die Klägerin mehr als 24 000 Euro Schmerzensgeld und Schadenersatz sowie die Übernahme künftiger Behandlungen von den Eigentümern.

Bereits im Juli 2013 war sie nach einem gemeinsamen Abendessen von der ungesicherten Terrasse den fast senkrechten Abhang hinuntergefallen. Die Verletzungen waren nach ihren Angaben so schwer, dass sie in der Folge ihren Arbeitsplatz verlor. Das Paar hingegen behauptete, die Frau sei bewusst den Abhang hinuntergesprungen.

Nach Ansicht der Klägerin hatten die Eigentümer ihre sogenannten Verkehrssicherungspflichten verletzt. In der Vorinstanz vor dem Landgericht waren die Richter jedoch zu dem Schluss gekommen, die Frau habe sich ungeschickt verhalten. Sie hätte zudem einen weniger gefährlichen Weg nehmen können.

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