Abseits, Elfmeter, Unterzahl: Fürth hadert nach Schlappe

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Jhon Cordoba
Kölns Torschütze Jhon Cordoba (l-r), Louis Schaub umd Jannes Horn jubeln nach dem Treffer zum 3:0. (Foto: Marius Becker / DPA)
Deutsche Presse-Agentur

Damir Buric war sauer. 0:4 in Köln, das war deftig. Aber den Trainer der SpVgg Greuther Fürth erzürnte vor allem die Entstehungsgeschichte der Niederlage im Spitzenspiel der 2. Fußball-Bundesliga. Denn das erste Tor des 1. FC Köln von Dominick Drexler am Samstag in der 17. Spielminute hätte nicht zählen dürfen.

„Das war total unnötig. Diese Abseitsposition muss der Schiedsrichter natürlich sehen. Deshalb stört und ärgert mich dieses 1:0“, klagte Buric und stellte eine These auf: „Wenn dieses Tor nicht gegeben wird, kann sich das Spiel in eine andere Richtung entwickeln.“

So lief es komplett gegen die Gäste. Das Abseitstor stellte die Weichen für einen klaren Erfolg des Bundesliga-Absteigers. Sonst hätte „es zur Pause höchstwahrscheinlich noch 0:0 gestanden“, mutmaßte Sportdirektor Rachid Azzouzi. In Unterzahl kassierten die Fürther nach einer Gelb-Roten Karte für Maximilian Bauer (51.) noch drei Tore. Kölns Torjäger Simon Terodde traf vor 49 700 Zuschauern erst per Elfmeter und legte nach dem 3:0 von Jhon Cordoba auch noch sein 19. Saisontor zum Endergebnis nach.

„Nach dem zweiten Tor plus der Roten Karte war es zu viel“, meinte Azzouzi. Der Fürther Rückstand auf den Tabellenzweiten erhöhte sich auf sieben Punkte. „Insgesamt hat Köln verdient gewonnen“, räumte auch Buric trotz seines Abseitsärgers ein. Die Gastgeber dominierten. „Wir haben zu spüren bekommen, dass Köln derzeit die beste Mannschaft in der Liga ist“, kommentierte Fürths Torwart Sascha Burchert.

Beim Führungstor hatten gleich zwei Abseitsstellungen vorgelegen; zunächst von Vorlagengeber Terodde, dann von Torschütze Drexler. Bauer hatte in der 43. Minute nach einem harten Foul an Cordoba Glück, nur Gelb zu sehen. Nach dem Elfmeterfoul an Drexler flog er schließlich vom Platz, Terodde entschied mit dem 2:0 das Spiel.

Buric beklagte „zu viele Fehler“ bei den Gegentoren. Azzouzi richtete den Blick nach vorne: „Das Spiel müssen wir schnell analysieren und schauen, dass wir zu Hause gegen Aue einen Dreier holen.“

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