A 3 bei Seligenstadt: Lange Vollsperrung nach Auffahrunfall

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Polizei sichert Unfallstelle
Auf einem Polizeifahrzeug warnt auf der Autobahn eine Leuchtschrift vor einer Unfallstelle. (Foto: Stefan Puchner/Archivbild / DPA)
Deutsche Presse-Agentur
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Bei einem Auffahrunfall zweier Lastwagen auf der A 3 ist eine Lkw-Fahrerin am Donnerstagmorgen schwer verletzt worden. Die 45-Jährige aus Aschaffenburg fuhr zwischen dem Seligenstädter Dreieck und der Anschlussstelle Seligenstadt (Kreis Offenbach) auf einen anderen Lkw mit polnischem Kennzeichen auf, teilte die Polizei mit. Sie kam mit schweren Verletzungen an Kopf und Armen in ein Krankenhaus. Der andere Lkw-Fahrer wurde nur leicht verletzt. Die A 3 war in Richtung Frankfurt bis zum frühen Nachmittag voll gesperrt. Es kam zu erheblichen Verkehrsbehinderungen. Die Untersuchungen zur Unfallursache dauerten am späten Nachmittag noch an.

Ersten Ermittlungen zufolge prallte die Lkw-Fahrerin mit hoher Geschwindigkeit auf den vorausfahrenden Lastwagen, der wohl wegen eines Rückstaus anhalten musste. Der Tacho sei bei 75 Stundenkilometern stehengeblieben, hieß es. Das Führerhaus des hinteren Wagens wurde abgerissen und auf die linke Spur geschleudert. Außerdem schob sich die Sattelzugmaschine unter den Auflieger des vorderen Lastwagen und hob diesen an. Wegen der Schäden an den Fahrzeugen gestaltete sich die Bergung schwierig. Die Polizei schätzt den entstandenen Sachschaden auf rund 150 000 Euro.

Der Verkehr von Aschaffenburg in Richtung Frankfurt wurde auf die A 45 nach Gießen umgeleitet. Allerdings war auch die Umleitung war schnell überlastet. Es kam zeitweise zu einem kilometerlangen Rückstau, der sich bis ins angrenzende Bayern zog. Die Personenwagen an der Unfallstelle wurden von der Polizei rückwärts von der Autobahn geleitet. Die wartenden Lastwagen durften einspurig an der Unfallstelle vorbeifahren.

Die Polizei berichtete von zahlreichen Gaffern, die sich auf einem Feldweg entlang der A 3 ansammelten. Einige Ersthelfer hätten sich wiederum vorbildlich verhalten. „Ich bin sehr positiv beeindruckt, wie sich die Menschen insbesondere um die schwer verletzte Lkw-Fahrerin gekümmert haben“, sagte Ramona Beil von der Autobahnpolizei Langenselbold. Ersthelfer hätten zudem ankommende Autofahrer aufgefordert, eine Rettungsgasse zu bilden. „Ein solches Verhalten wünschen wir uns als Polizei öfter.“

Mit dem Lkw-Unfall geht die Serie von Unfällen und Sperrungen auf der A 3 in dieser Woche weiter. Schon am Dienstag brannte ein Lastwagen zwischen Diez und Limburg-Nord. Abends war dann ein Mann im Landkreis Aschaffenburg gegen eine Leitplanke gefahren und starb noch an der Unfallstelle. Am Mittwoch gab es sogar zwei Unfälle bei Wiesbaden. Bei einem Auffahrunfall wurden sechs Menschen verletzt, danach prallten zwei Lkw an einem Stauende ineinander.

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