Bayern-Zeichen in Europa: „Alle“ freuen sich für Musiala

Joaquín Correa und Jérôme Boateng
Lazios Joaquín Correa und Münchens Jérôme Boateng (l-r.) im Duell um den Ball. (Foto: Giuseppe Maffia / DPA)
Deutsche Presse-Agentur

Begleitet von einer Polizeieskorte rauschten die beiden roten Mannschaftsbusse des FC Bayern durch die wegen der nächtlichen Corona-Ausgangssperre fast leeren Straßen von Rom. Im Teamhotel konnte Trainer Hansi Flick dann in der Nacht zum Mittwoch angesichts des imponierenden 4:1 (3:0) seiner Münchner Champions-League-Sieger gegen Lazio „sehr zufrieden“ in seinen 56. Geburtstag starten. „Wir haben eine sehr gute Leistung gezeigt und auch verdient in der Höhe gewonnen“, resümierte Flick im großen Pressesaal des Stadio Olimpico vor den wenigen mitgereisten deutschen Reportern.

In Europas Fußball-Königsklasse laufen die Münchner Titelsammler seit der letzten Niederlage vor zwei Jahren beim Achtelfinal-Aus gegen den FC Liverpool weiterhin konstant auf Hochtouren. Nachlässigkeiten oder Aussetzer wie im nationalen Alltag beim erstaunlichen DFB-Pokal-K.o. gegen den Zweitligisten Holstein Kiel oder zuletzt in der Bundesliga gegen Bielefeld (3:3) und Frankfurt (1:2) kommen im Premiumwettbewerb einfach nicht vor. „Es ist schon so eine Sache, dass die Champions League für uns etwas Besonderes ist“, gestand Flick.

„Wir wollten von der ersten Minute da sein und ein Zeichen setzen“, bemerkte Nationalspieler Leroy Sané zur speziellen Herangehensweise. Das gelang. Nach den Toren von Robert Lewandowski, Youngster Jamal Musiala, Sané und Francesco Acerbi, der ins eigene Gehäuse traf, kann hinter den Viertelfinaleinzug im Grunde ein Haken gesetzt werden.

Der Treffer zum 1:4 von Joaquin Correa taugt für Lazio kaum als Strohhalm für das Rückspiel in drei Wochen in München. Zumal sich die Personalsituation beim Titelverteidiger bald entspannt: Thomas Müller soll nach seiner Corona-Infektion ebenso in Kürze zurückkehren wie Serge Gnabry nach einem Muskelfaserriss im Oberschenkel.

In den Fokus rückte in Italiens Hauptstadt Supertalent Musiala. Der noch 17-Jährige krönte seinen Auftritt auf der Müller-Position mit seinem präzisen Flachschuss zum 2:0, mit dem er zum jüngsten Münchner Champions-League-Torschützen avancierte. „Wir freuen uns alle, dass Jamal eine gute Leistung gezeigt hat“, kommentierte Flick.

Am Freitag wird der englische U21-Nationalspieler volljährig. Dann erhält er einen Profivertrag, vermutlich bis 2026, der ihn in den kommenden Jahren reich machen wird. Zeitnah dürfte auch das Geheimnis gelüftet werden, für welches Nationalteam der in Stuttgart geborene Musiala in Zukunft auflaufen will: Deutschland oder England?

Flick mochte am Dienstagabend nichts verraten. „Das ist etwas, das man mit dem Herzen entscheiden muss“, sagte Leon Goretzka zu dem großen Thema. Der Nationalspieler würde sich „sehr freuen“, wenn er Musiala demnächst nicht nur im Bayern-Trikot in seinem Team hätte.

© dpa-infocom, dpa:210223-99-565590/3

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