1. FC Nürnberg will Saison „krönen“

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Michael Köllner
Nürnbergs Trainer Michael Köllner im Stadion. (Foto: Sebastian Kahnert/Archiv / DPA)
Deutsche Presse-Agentur

Aufstiegskandidat 1. FC Nürnberg ist vor dem Topspiel der 2. Fußball-Bundesliga beim FC Ingolstadt heiß auf die ersehnte Krönung seiner Saison. Die Franken konnten ihre Krise mit fünf Spielen ohne Sieg beim 3:2 gegen den 1. FC Heidenheim vor einer Woche beenden. Das Kräftemessen bei den Schanzern soll die gute Ausgangslage des Clubs zumindest nicht beeinträchtigen.

„Wir wollen nach dem Sieg gegen Heidenheim auch in Ingolstadt weiter punkten und unseren Neun-Punkte-Vorsprung behalten oder sogar ausbauen“, sagte Trainer Michael Köllner am Freitag fünf Spieltage vor dem Saisonfinale.

Der FCN ist Tabellenzweiter und hat einen Vorsprung von neun Zählern auf Verfolger Ingolstadt. Vier Punkte mehr hat der Club momentan als Überraschungsaufsteiger Holstein Kiel auf Relegationsrang drei. Für die Schanzer ist das Nachbarschaftsduell am Sonntag (13.30 Uhr/Sky) wohl die letzte Chance, um doch noch einmal im Schlussspurt die Bundesligarückkehr ins Visier zu nehmen.

„Wir haben die Qualität, den Club zu besiegen. Wir erwarten ein Derby, in dem viele Emotionen drin sind. Wir gehen voller Elan und Freude in das Spiel und wollen den Zuschauern etwas bieten“, sagte Ingolstadts Coach Stefan Leitl, dessen Team seit vier Spielen ungeschlagen ist. Ohnehin tun sich die Schanzer gegen Spitzenteams etwas leichter. Siebenmal traf der FCI in dieser Saison auf eine Mannschaft aus den Top Fünf und verlor bei fünf Siegen keine dieser Partien. „Ich glaube, das Spiel wird alles halten, was es verspricht. Wir werden sehr mutig sein.“

Die Nürnberger sind nicht zuletzt nach dem 1:2 in der Hinrunde gewarnt. „Der FC Ingolstadt ist mit die Mannschaft mit dem stärksten Kader der Liga. Sie stehen in der Defensive sehr kompakt und leben vorne von ihrer individuellen Qualität“, lobte Köllner, der nach verbüßter Gelb-Sperre wieder mit Verteidiger Ewerton planen kann. „Der Druck liegt eher bei den anderen. Wir wollen uns für unsere gute Saison natürlich belohnen und sie mit dem Aufstieg krönen.“

Dabei soll auch Topstürmer Mikael Ishak weiter mithelfen, der gegen Heidenheim sein Comeback nach einem Innenbandriss im linken Knie gefeiert und eine Halbzeit gespielt hatte. „Ishak hat die Belastung gut weggesteckt. Ich hoffe, dass es am Sonntag schon zu mehr als 45 Minuten reicht“, sagte Köllner über den Schweden. „Ishak hat viel Selbstvertrauen und strahlt das auch auf seine Mitspieler aus.“

Leitl misst Ishak aber gar nicht mal die überragende Rolle zu. „In meinem Empfinden gibt es wichtigere Spieler als ihn, und die müssen wir unter Kontrolle haben. (Kevin) Möhwald und (Hanno) Behrens sowie die beiden Außenverteidiger (Tim) Leibold und (Enrico) Valentini mit ihrem Offensivdrang sind wichtige Spieler“, sagte der 40-Jährige. „Ishak hat seine Qualität in der Box, aber es gibt Spieler im Kader, die das sehr gut vorbereiten, und die müssen wir unter Kontrolle haben.“

Vor dem Sieg gegen Heidenheim hatten die Nürnberger eine Serie von fünf Partien ohne Dreier. Köllner führte dies auch auf einen Spannungsabfall vor der Länderspielpause zurück. „Keine Mannschaft kann über 34 Spieltage gleich emotionalisiert werden, aber jetzt ist im Training wieder Feuer drin“, versicherte der „Club“-Coach.

Nach Leitls Einschätzung werden die Nürnberger aber durchaus auch abwartend agieren. „Ich glaube nicht, dass sie alles in die Waagschale werfen werden, um das Spiel zu gewinnen, weil sie es nicht müssen“, meinte Leitl. „Deshalb stellen wir uns auf einen sehr disziplinierten Gegner ein, der weiß, welche Stärken er hat.“

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