Bechtle AG - Bilanz-Pk
Ein Schild mit dem Logo der IT-Firma Bechtle steht vor dem Unternehmensgebäude. (Foto: Sebastian Gollnow/Archiv / DPA)
Deutsche Presse-Agentur

Die Übernahme der französischen Inmac WStore hat sich für den IT-Dienstleister Bechtle einmal mehr als Wachstumstreiber erwiesen. Erstmals in seiner Unternehmensgeschichte knackte das Unternehmen im ersten Quartal die Umsatzmilliarde. Der Umsatz stieg im Vergleich zum Vorjahr um 30 Prozent auf 1,24 Milliarden Euro, wie Vorstandschef Thomas Olemotz am Freitag in Neckarsulm (Kreis Heilbronn) mitteilte. „Die Entwicklung im ersten Quartal war wirklich beeindruckend.“

Im Segment E-Commerce - zu dem das in Frankreich erworbene Unternehmen gehört - steigerte Bechtle das Wachstum um 54 Prozent. In Italien, Großbritannien und den Benelux-Ländern wuchs der Umsatz besonders stark. Auch im Systemhaus-Geschäft konnten die Erträge erneut zweistellig um 19 Prozent auf 782 Millionen Euro gesteigert werden.

Beim Vorsteuerergebnis legte das Unternehmen um 27 Prozent auf 45 Millionen Euro zu. Unter dem Strich stand ein Gewinn von knapp 31,7 (Vorjahr: 24,8) Millionen Euro. Olemotz blickt mit Zuversicht auf den weiteren Jahresverlauf. Der Ausblick wurde bestätigt, das Unternehmen will bei Umsatz und Ergebnis weiter kräftig zulegen. Konkrete Zahlen nannte Olemotz allerdings nicht.

Unterdessen reichten die meisten IBM-Mitarbeiter Klage gegen IBM ein, denen im Zusammenhang mit dem Teilverkauf der Dienstleistungssparte GTS des amerikanischen Konzerns an Bechtle gekündigt worden war. Dies teilte ein Verdi-Sprecher mit. Rund 50 Beschäftigte hatten Anfang April eine betriebsbedingte Kündigung per Post erhalten. Aus Verdi-Sicht missachtet der IT-Konzern tarifvertragliche Zusagen: „Es gibt genug Qualifizierungsmöglichkeiten im Konzern, mit denen man die Kündigungen hätte vermeiden können.“ IBM wollte sich zu der Angelegenheit nicht äußern.

Vor geraumer Zeit hatten IBM und Bechtle mitgeteilt, dass ihre monatelangen Verhandlungen über den Wechsel der Mitarbeiter Erfolg hätten. Seit 1. April arbeiten einer Bechtle-Sprecherin zufolge 321 bisherige IBM-Leute für den IT-Dienstleister aus Neckarsulm. Die Mitarbeiter, die entweder direkt bei Kunden oder an deutschen IBM-Standorten eingesetzt sind, sollen ihre Arbeit wie gewohnt fortführen - sie wechseln lediglich den Arbeitgeber.

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