Zu wenig Lehrer: So kann es nicht weitergehen

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Kara Ballarin
Kara Ballarin (Foto: Roland Rasemann)
Landes-Korrespondentin

So kann es nicht weitergehen. Wieder fehlen bereits zum Start eines Schuljahrs im Südwesten Hunderte Lehrer – vor allem an den Grundschulen.

Kultusministerin Susanne Eisenmann lobt selbstbewusst die eigenen Anstrengungen zur Lehrergewinnung. Das tut sie mit Recht. Nur so konnte noch Schlimmeres verhindert werden. Unrecht hat sie aber mit der Analyse, dass es nicht zielführend sei, Grundschullehrer besser zu bezahlen.

Soziologen haben einen klaren Befund: Typische Frauenberufe bringen weder Status, noch Prestige, noch Geld. Das Grundschullehramt ist zu solch einem klassischen Frauenberuf geworden. Das Ansehen, das mit diesem vielleicht wichtigsten Beruf für die Bildungskarriere eines Kindes verbunden war, ist analog gesunken. Manche sprechen von „besseren Kindergärtnerinnen“. Mehr Geld schafft auch mehr Ansehen – und lockt hoffentlich auch wieder mehr Männer in einen Berufszweig, in dem sie dringend benötigt werden.

k.ballarin@schwaebische.de

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