Zentralafrikanische Republik: Caritas-Direktor getötet

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Das Logo der Caritas
Das Logo der Caritas. (Foto: DPA)
Deutsche Presse-Agentur

In der Zentralafrikanischen Republik ist nach Angaben der katholischen Hilfsorganisation Caritas International ein lokaler Caritas-Direktor von bewaffneten Kämpfern getötet worden. Das teilte die Organisation am Montag in Freiburg mit. Demnach seien Kämpfer in den Bischofssitz in Bambari eingedrungen und hätten das Feuer auf den Mitarbeiter, einen Bürger des Landes, eröffnet. Die Caritas in der Provinzhauptstadt Bambari ist Projektpartner von Caritas international, dem Hilfswerk des Deutschen Caritasverbandes. „Die genauen Umstände des Vorfalls waren zunächst unklar. Erst im März war ein Priester in der Region von Bewaffneten getötet worden“, teilte die Organisation mit.

Der Anschlag am vergangenen Samstag belege, dass sich die Sicherheitslage im Land weiterhin verschlechtert habe, hieß es. In der Zentralafrikanischen Republik tobt ein blutiger Konflikt zwischen verschiedenen bewaffneten Gruppen. Besonders im Zentrum des Landes, in dem auch Bambari liegt, seien zuletzt heftige Kämpfe ausgetragen worden.

Caritas international fördert in stark umkämpften Regionen des Landes etwa eine mobile Klinik und ein Bildungsprojekt. Die Hilfsorganisation unterstützt außerdem Kleinbauern. Über 2,5 Millionen Menschen - mehr als die Hälfte der Bevölkerung - sind in dem Land auf humanitäre Hilfe angewiesen, heißt es von der Caritas.

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