„Zementmord“: Staatsanwaltschaft fordert Sicherungshaft

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«Zementmord»
Der Hauptangeklagte im sogenannten „Zementmord“-Fall (r.) vor seinen Richtern. (Foto: Roland Böhm / DPA)
Deutsche Presse-Agentur

Im Prozess um den sogenannten Zementmord-Fall vor elf Jahren hat die Staatsanwaltschaft am Montag die nachträgliche Sicherungsverwahrung des letzten noch inhaftierten Haupttäters gefordert. Von dem 29-Jährigen gehe nach zehn Jahren Haft noch eine hochgradige Gefahr aus, sagte Oberstaatsanwalt Albrecht Braun in seinem Plädoyer am Stuttgarter Landgericht. Schwerste Gewaltdelikte seien erneut möglich.

Braun sprach von einem „hochexplosiven Gemisch“, die einen schwerwiegenden Eingriff wie die Sicherungsverwahrung nötig mache. Jetzt müsse eine Sozialtherapie nachgeholt werden, die der 29-Jährige während der Haft abgelehnt habe. Jahr für Jahr könne dann überprüft werden, ob er freigelassen werden könne. Danach soll er in die Türkei abgeschoben werden.

Laut Urteil des Landgerichts hat der 29-Jährige im Sommer 2007 mit zwei Komplizen einen 19 Jahre alten Gymnasiasten in einen Hinterhalt gelockt und erschlagen. Seine Leiche zerstückelten sie, betonierten die Teile in Blumenkübel ein und versenkten sie im Neckar. Der Fall wurde später oft als „Zementmord“ bezeichnet. Die Mittäter sind inzwischen wieder frei. Das Urteil soll am Mittwoch gefällt werden.

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