Zahl behinderter Kinder an Regelschulen steigt langsam

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Deutsche Presse-Agentur

Die Zahl der behinderten Kinder, die reguläre Schulen besuchen, steigt in Baden-Württemberg langsam. Im Schuljahr 2017/2018 seien es 8624 Kinder gewesen - 678 Kinder mehr als im Schuljahr zuvor. Das berichten „Stuttgarter Zeitung“ und „Stuttgarter Nachrichten“ (Freitag) unter Berufung auf den neuen Inklusionsbericht des Kultusministeriums in Stuttgart. Im Schuljahr 2015/2016 gab es demnach 6453 so genannte Inklusionskinder.

Bis 2015 mussten Kinder mit sonderpädagogischem Förderbedarf im Südwesten grundsätzlich Sonderschulen besuchen. Seit dem Sommer 2015 können Eltern wählen, ob ihr Kind in einen inklusiven Unterricht in einer allgemeinen Schule oder auf ein Sonderpädagogisches Bildungs- und Beratungszentrum (SBBZ - frühere Sonderschulen) gehen soll.

Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU) sieht die Inklusion nach Angaben der Zeitungen auf einem guten Weg. Dem widersprach die Vorsitzende der Landesarbeitsgemeinschaft „Gemeinsam leben, gemeinsam lernen“, Kirsten Jakob. Sie sagte: „Viele Schulen wehren sich weiter mit Händen und Füßen gegen Inklusion.“

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