Wolfsrüde GW852 wandert vom Nordschwarzwald in den Süden

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Deutsche Presse-Agentur

Experten der Forstlichen Versuchs- und Forschungsanstalt (FVA) Baden-Württemberg haben den Wolfsrüden GW852 erstmals im Südschwarzwald nachgewiesen. Haare seines Fells wurden Anfang März bei Münstertal im Südschwarzwald gefunden, wie das Umweltministerium in Stuttgart am Montag mitteilte. Bei dem Tier handele es sich um jenen Wolfsrüden, der seit November 2017 aus dem Nordschwarzwald bekannt sei. Dort seien Spuren von ihm zuletzt diesen Frühjahr sowie Ende Juli gefunden worden. Die Experten gehen den Angaben zufolge daher davon aus, dass der Wolf weiterhin im Nordschwarzwald lebt und Anfang März nur einen einmaligen Ausflug in das südlich gelegene Gebiet unternommen hat.

Die Behörden haben dem Wolfrüden die Kennung GW852 gegeben. Anfang März wurden Haare seines Fells bei Münstertal im Südschwarzwald gefunden. Im April und Mai wurde er dann wieder im Nordschwarzwald in Baiersbronn (Kreis Freudenstadt) und Ende Juli in Gernsbach (Kreis Rastatt) nachgewiesen. Wolf GW852 riss demnach schon wiederholt im Nordschwarzwald Schafe und Ziegen. Es gibt dort seit November 2017 mehr als ein Dutzend gesicherte Nachweise von ihm.

Im Südschwarzwald ist das Phänomen vergleichsweise neu: Nachweise von Wölfen hat es dort diesen Sommer am Feldberg und im Nachbarort Hinterzarten gegeben. Die Region liegt außerhalb der sogenannten Förderkulisse Wolfsprävention im Nordschwarzwald, wo seit rund eineinhalb Jahren Wolfsnachweise bekannt sind. Die ersten Nachweise von Wölfen in Baden-Württemberg stammen von 2015 - nachdem rund 150 Jahre lang keines dieser Raubtiere im Südwesten gesehen worden war.

Pressemitteilung

Informationen zum Wolf in Baden-Württemberg

Hinweise für Nutztierhalter

Pressemitteilung zum Fall Feldberg vom 30.7.

Pressemitteilung zum Fall Hinterzarten vom 25.7.

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