Wie ein neuer Straßenbelag die schmutzigste Kreuzung Deutschlands retten soll

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Der High-Tech-Straßenbelag soll die Luftbelastung durch Stickoxide verringern.
Der High-Tech-Straßenbelag soll die Luftbelastung durch Stickoxide verringern. (Foto: dpa)
Deutsche Presse-Agentur

Mit Hilfe eines speziellen Straßenbelags sollen die Luftschadstoffe am Stuttgarter Neckartor reduziert werden. Nachdem dort schon zahlreiche Tests und Aktionen gegen die Feinstaub-Belastung gestartet wurden, geht es diesmal um Stickoxide, wie Verkehrsministerium und Stadt Stuttgart am Montag mitteilten.

Die Deckschicht des High-Tech-Asphalts der Firma Strabag enthalte Titandioxid, das Stickoxide abbaue und diese in unschädliche Stoffe umwandele. Auf diese Weise werde ein Beitrag zur Reduktion von Stickstoffdioxid (NO2) geleistet.

Es ist nicht das erste Mal, dass die Landeshauptstadt versucht, die Luft zu verbessern. Ein aufsehenerregender Versuch war die sogenannte Mooswand im Kampf gegen Feinstaub.

Mooswand gegen Feinstaub
Ob Moos wie hier am Neckartor in Stuttgart gegen Feinstaub wirkt, ist noch nicht erwiesen. (Foto: DPA)

Während die Belastung durch Feinstaub in der Landeshauptstadt zuletzt dank zahlreicher Maßnahmen geringer wurde, lagen die Werte von Stickstoffdioxid im vergangenen Jahr an vielen Orten noch weit über dem Grenzwert von 40 Mikrogramm je Kubikmeter Luft im Jahresmittel.

Schon seit Freitag wird der neue Straßenbelag zwischen Willy-Brandt-Straße und Cannstatter Straße mit dem speziellen Gemisch erneuert. Das Land beteiligt sich mit bis zu 200 000 Euro — insgesamt kostet die Erneuerung 700 000 Euro. Das Projekt wird wissenschaftlich begleitet, um zu messen, wie groß der Effekt ist.

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