Welche Partei soll ich wählen? Wahl-O-Mat für Landtagswahl gestartet

Wer die eigenen Meinungen mit dem Wahlprogramm der Parteien vor der Landtagswahl am 14. März vergleichen will, kann das ab sofort wieder mit Hilfe des sogenannten Wahl-O-Maten tun. (Foto: DPA)
Deutsche Presse-Agentur

Wer die eigenen Meinungen mit dem Wahlprogramm der Parteien vor der Landtagswahl am 14. März vergleichen will, kann das ab sofort wieder mit Hilfe des sogenannten Wahl-O-Maten tun. Die Bundeszentrale für politische Bildung schaltete am Mittwoch die Online-Entscheidungshilfe für die Wähler frei.

Dort kann man sich durch Fragen und mehrere Dutzend Thesen klicken. Am Ende errechnet das Programm, welche zur Wahl im Südwesten zugelassene Partei der eigenen politischen Position am nächsten steht.  

Jetzt ausprobieren: Hier geht es zum Wahl-O-Mat für die Landtagswahl Baden-Württemberg am 14. März. Klicken Sie auf den roten Knopf.

„Der Wahl-O-Mat gibt keine Wahlempfehlung“, betonte der Präsident der Bundeszentrale, Thomas Krüger, „aber er zeigt, wie die Parteien zu aktuellen Sachfragen stehen. Und er macht Lust darauf, sich auf unterhaltsame Weise mit politischen Inhalten zu befassen.“

Bei der Wahl fordert CDU-Kultusministerin Susanne Eisenmann den grünen Ministerpräsidenten Winfried Kretschmann heraus. Insgesamt sind rund 7,7 Millionen Menschen wahlberechtigt, darunter etwa 500 000 Erstwählerinnen und Erstwähler.

Wahl-O-Mat: Fragen und Antworten

  1. Die Thesen des Wahl-O-Mat werden von einem Redaktionsteam aus Jungwählerinnen und Jungwählern aus Baden-Württemberg, Expertinnen und Experten aus Wissenschaft, Journalismus und Bildung sowie den Verantwortlichen der Bundeszentrale für politische Bildung/bpb und der Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg entwickelt und ausgewählt.

    Für die Wahl-O-Mat-Redaktion Baden-Württemberg 2021 konnten sich alle in Baden-Württemberg Wahlberechtigen bis 26 Jahre bewerben. Anschließend wurde eine möglichst vielfältige Gruppe von 14 Jungwählerinnen und -wählern zwischen 18 und 26 Jahren aus Baden-Württemberg ausgewählt.

    Sie bilden gemeinsam mit Expertinnen und Experten aus Wissenschaft, Journalismus und Bildung sowie den Verantwortlichen der Bundeszentrale für politische Bildung/bpb und der Landeszentrale für politische Bildung Baden-Württemberg die Wahl-O-Mat-Redaktion, die in einem dreitägigen Workshop 80 Thesen erarbeitete. Grundlage für die Thesen sind die Partei- und Wahlprogramme der Parteien sowie deren programmatische Aussagen zur Wahl. Nach der Beantwortung dieser 80 Thesen durch die Parteien wurden davon in einem zweiten Workshop 38 Thesen für den Wahl-O-Mat ausgewählt.

    Es wurden die Thesen ausgewählt, die sowohl wichtige Themen der Wahl aufgreifen als auch von den Parteien kontrovers beantwortet wurden. Hierdurch wird die Unterscheidbarkeit der einzelnen Parteien gewährleistet und ein breites thematisches Spektrum abgedeckt. Die Parteien waren an der Erstellung und Auswahl der Thesen nicht beteiligt, haben aber die Antworten und Begründungen dazu verfasst und autorisiert.

  2. Zur Teilnahme am Wahl-O-Mat sind grundsätzlich alle Parteien eingeladen, die sich um die anteilsmäßige Verteilung der Sitze im Parlament – in Baden-Württemberg mit einem Wahlvorschlag in mindestens einem Wahlkreis - bewerben. Über die Teilnahme am Wahl-O-Mat entscheiden die Parteien selbst.

  3. Die Positionen und Begründungen der Parteien zu den Thesen im Wahl-O-Mat stammen ausschließlich von den Parteien selbst. Sie werden von der Wahl-O-Mat-Redaktion nicht interpretiert oder geändert.

    Die Wahl-O-Mat-Thesen werden zur Beantwortung an die Vorstände oder Geschäftsführungen der Parteien geschickt. Diese legen eigenverantwortlich fest, wer für die Partei die Thesen beantwortet.

    Die Parteien hatten vier Wochen Zeit, alle Thesen zu beantworten. Sie wurden gebeten, die Thesen entsprechend der Parteihaltung mit "stimme zu", "stimme nicht zu" oder "neutral" zu beantworten. Außerdem konnten sie zu jeder These eine Begründung abgeben, in der sie ihre jeweilige Position ausführen und ihren genauen Standpunkt zur These konkretisieren können.

    Die Thesen werden ausschließlich von den Parteien beantwortet. Bei Unstimmigkeiten zwischen Position und Begründung einer Partei oder möglichen Fehlern wird diese darauf hingewiesen, doch können nur die Parteien selbst entscheiden, ob ihre Einträge geändert werden.

  4. Der Wahl-O-Mat erhebt und speichert keinerlei personenbezogene Daten. Die Antworten der Nutzerinnen und Nutzer auf die Thesen werden nur zur Berechnung und Anzeige des persönlichen Ergebnisses im Wahl-O-Mat verwendet. Diese Daten werden darüber hinaus weder verwendet noch gespeichert.

  5. Der Wahl-O-Mat berücksichtigt nur Thesen, die für viele unterschiedliche Menschen wichtig und verständlich sind und zu denen die Parteien unterschiedliche Positionen haben. Bei der Formulierung und Auswahl der Thesen finden viele Kriterien Anwendung. Wichtige Kriterien sind dabei die Relevanz der These, ihre Verständlichkeit, unterschiedliche Positionen der Parteien zur These und ihre Bedeutung für die jeweilige Wahl. Es kommt daher immer wieder vor, dass eine These nicht im Wahl-O-Mat erscheint, weil sie nicht alle Kriterien erfüllt.

  6. Die Bundeszentrale für politische Bildung/bpb betreibt den Wahl-O-Mat seit 2002. Die Aufgabe der bpb ist es, Verständnis für politische Sachverhalte zu fördern, das demokratische Bewusstsein zu festigen und die Bereitschaft zur politischen Mitarbeit zu stärken.

  7. Ob Sie eine bestimmte Partei wählen sollten oder nicht, will und kann der Wahl-O-Mat Ihnen nicht beantworten. Ihre Entscheidung für oder gegen eine Partei sollten Sie daher in keinem Fall allein von Ihrem Wahl-O-Mat-Ergebnis abhängig machen.

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