Diese Hundewelpen sollten offenbar in einem Transporter zum Verkauf nach Spanien gebracht werden. (Foto: Tierheim Stuttgart)
Deutsche Presse-Agentur

Nach einem von der Polizei gestoppten Tier-Transport mit mehr als 100 Hunden und Katzen hat die Stuttgarter Staatsanwaltschaft die Ermittlungen aufgenommen.

Man prüfe, ob es sich bei dem Transport um einen Verstoß gegen das Tierschutzgesetz handele, sagte ein Sprecher der Anklagebehörde. Das wäre der Fall, wenn sich herausstellen sollte, dass den Tieren länger anhaltendes Leiden zugefügt wurde.

Unterdessen teilte die Leiterin des Stuttgarter Tierschutzvereins, Marion Wünn, am Samstag mit, das weitere Tiere nicht überlebt haben. Mit dem Tod eines weiteren Welpen und einer weiteren Katze erhöht sich die Zahl der gestorbenen Tiere damit auf fünf. Zuvor waren bereits zwei Katzen und ein Welpe gestorben. Alle lebenden Tiere seien weiterhin in einem kritischen Zustand, der sich stündlich ändern könne, sagte Wünn.

Illegaler Welpenhandel in Zahlen

Die Autobahnpolizei hatte den Transporter aus der Slowakei am Dienstagabend bei Leonberg (Kreis Böblingen) kontrolliert und die Tiere befreit. 

Im Jahr 2017 zählte der Tierschutzbund bundesweit 107 Fälle von illegalem Tierhandel — die meisten stammten aus osteuropäischen Ländern wie Rumänien, Serbien und Bulgarien. Die Sprecherin der Organisation verwies zudem auf eine hohe Dunkelziffer, da viele Fälle nicht bekannt würden. Auch im Südwesten flogen in den vergangenen Monaten immer wieder illegale Tierhändler auf — unter anderem in Freiburg und Offenburg.

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