Warum der SC mit dem 0:1 gegen Berlin leben kann

Christian Streich
Freiburgs Trainer Christian Streich (2.v.r.) gestikuliert. (Foto: Sebastian Gollnow / DPA)
Deutsche Presse-Agentur
Nils Bastek

Normalerweise kann Christian Streich mit Niederlagen nicht besonders gut umgehen. Nach dem 0:1 gegen den 1. FC Union Berlin hielt sich der Frust des Trainers des SC Freiburg aber in Grenzen. Natürlich war Streich nicht zufrieden mit der ersten Heimniederlage in der Fußball-Bundesliga seit Ende November. Dass die Breisgauer im Schwarzwald-Stadion nicht mal einen Treffer erzielten, ist sogar noch länger her und in der Bundesliga zuletzt im Mai 2020 vorgekommen. Trotzdem wirkte Streich vergleichsweise gelassen. Denn dank einer bislang außergewöhnlich starken Saison hat der Sport-Club den angepeilten Klassenerhalt bereits so gut wie sicher.

„Das war auf jeden Fall nicht unverdient, dass wir es verloren haben“, gab der 55-Jährige zu. Streich zeigte sich beeindruckt von „dieser Art der körperlichen Präsenz“ der Berliner. Tatsächlich hatte seine Mannschaft fast über das gesamte Spiel kaum ein Mittel gegen die kompakte Defensive der Gäste gefunden. Freiburg rannte immer wieder an, aber genauso häufig scheiterte der SC am Abwehrbollwerk der Eisernen, die sich zudem mehr Chancen herausspielten als Streichs Team. Eine davon nutzte Grischa Prömel (64. Minute) per Kopfball nach einer schönen Flanke des Dänen Marcus Ingvartsen zum Treffer des Tages.

„Union stand gut, das muss man schon sagen. Sie haben wenig zugelassen. Wir haben die Räume gefunden, aber dann nicht konsequent zu Ende gespielt oder die Bälle zu schnell verloren“, sagte SC-Verteidiger Keven Schlotterbeck. Aber der 23-Jährige und seine Teamkollegen werden es genauso wie Streich verkraften können. 14 Punkte trennen die Breisgauer von einem direkten Abstiegsplatz. Dank der erneuten Vertragsverlängerung mit Streich Anfang Februar haben die Verantwortlichen zudem für frühzeitige Planungssicherheit auf der wichtigsten Position gesorgt. Streich wird dem SC also noch erhalten bleiben. Und er dürfte sich künftig auch wieder etwas mehr über Niederlagen ärgern.

© dpa-infocom, dpa:210221-99-530242/2

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