Nilgans
Eine Kanadagans schlägt ihre Flügel. (Foto: Andreas Arnold/Archiv / DPA)
Deutsche Presse-Agentur

Beim Spaziergang im Park ist in den nächsten zwei Monaten Vorsicht geboten. Nilgänse beginnen mit dem Nestbau und verteidigen den Nachwuchs oft vehement. „Sie sind von Haus aus sehr aggressiv“, sagte Stefan Bosch, Vogelexperte beim Naturschutzbund Nabu, am Donnerstag. Vor allem andere Wasservögel würden häufig attackiert, in Ausnahmefällen könnten sie aber auch Menschen anfliegen. Die Nilgans breitet sich vor allem in Ballungsräumen seit Jahren stark aus. Die Stadt Stuttgart sprach am Donnerstag sogar eine Warnung vor ihr und anderen Wasservögeln aus. „Im Extremfall können sie Passanten auch zu Fall bringen“, teilte die Stadt mit.

Die Nilgans stammt ursprünglich aus Afrika. Dort musste sie Bosch zufolge sehr aggressiv auftreten, um ihren Nachwuchs zu verteidigen. Er rät: „Wenn man sieht, dass sie brüten, sollte man Abstand zum Nest halten“. Auch Höckerschwäne verteidigten ihre Brutplätze und bissen im Zweifel auch zu. Als eher friedliebend stuft er dagegen brütende Stockenten ein.

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