Viele Zecken sorgen im Südwesten für hohes FSME-Risiko

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Zecke
Eine Zecke krabbelt über den Arm eines Mannes. (Foto: Patrick Pleul/dpa-Zentralbild/Archiv / DPA)
Deutsche Presse-Agentur

Mit einer hohen Zahl an Zecken steigt im Südwesten auch das Risiko, an Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) zu erkranken. „Sommerliche Temperaturen und Niederschläge in den letzten Wochen haben zu idealen Bedingungen für Zecken geführt“, teilte das Landesgesundheitsamt Baden-Württemberg mit. Die Tiere seien dadurch aktiver und hätten sich stärker vermehrt — und damit sei auch die Zahl der Zecken gestiegen, die das FSME-Virus in sich tragen.

Innerhalb des ersten Halbjahres wurden 99 FSME-Erkrankungen in Baden-Württemberg gemeldet. Im Vorjahr waren es im selben Zeitraum nur 81 Fälle gewesen. Das Landesgesundheitsamt rechnet allerdings erfahrungsgemäß mit noch mehr Fällen in der zweiten Jahreshälfte.

Baden-Württemberg und Bayern gelten als Risikogebiete für die Krankheit, die Hirnhautentzündungen oder Lähmungen auslösen und bis zum Tod führen kann. Laut Landesgesundheitsamt lässt sich das auf die Umgebung zurückführen: „Es gibt in Baden-Württemberg mehr Gebiete als anderswo, in denen Menschen sich gerne in der schönen Natur aufhalten und dort auch an verschiedenen Naturherden mit infizierten Zecken in Kontakt kommen können.“

Mit 13 FSME-Fällen ist der Landkreis Ravensburg Spitzenreiter im Südwesten. Die Gründe dafür sind weder dem örtlichen Gesundheitsamt noch dem Landesgesundheitsamt bekannt. „Es ist nicht so, dass die Bevölkerung hier weniger geimpft ist als in anderen Landkreisen“, sagte Helga Hengge vom Gesundheitsamt Ravensburg.

Gegen die Zeckenkrankheit FSME kann man sich impfen. (Foto: AOK-Medien-Service)

Die Impfquote liege bei 20 bis 25 Prozent. Aufklärung, zum Beispiel in Gemeindeblättern, sei wichtig, um die Bevölkerung im Kreis zu schützen. Vor allem das gründliche Absuchen des Körpers sei nach einem Tag im Freien unentbehrlich.

Der Landkreis Ravensburg ist bereits seit Jahren als FSME-Hochrisikogebiet eingestuft und seit 2017 sogar führend, was die absoluten Erkrankungszahlen im Land Baden-Württemberg angeht. Wie das Landratsamt mitteilte, gab es im vergangenen Jahr insgesamt 19 Fälle.

Die Symptome der Virusinfektion, die zur Hirnhaut- oder Gehirnentzündung führen kann, sind variabel. In der Regel ist diese jedoch von hohem Fieber, Kopfschmerzen und bei stärkerer Ausprägung auch von neurologischen Ausfällen begleitet, die bis hin zur Lähmung gehen.

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