VfB Stuttgart geht die Luft aus: 1:3 gegen den Wolfsburg

Gonzalo Castro vom VfB Stuttgart verlässt den Platz
Gonzalo Castro vom VfB Stuttgart verlässt den Platz. (Foto: Matthias Hangst / DPA)
Deutsche Presse-Agentur
Nils Bastek

Der lange so begeisternde VfB Stuttgart verliert auf den letzten Metern den Schwung. Die Schwaben unterlagen am Mittwochabend dem VfL Wolfsburg mit 1:3 (0:2) und kassierten die dritte Niederlage in der Fußball-Bundesliga in Serie. Xaver Schlager (13. Minute), Torjäger Wout Weghorst (29.) und Yannick Gerhardt (65.) trafen für die Gäste, die damit auf dem besten Weg in Richtung Champions League sind. Die von zahlreichen Personalproblemen geplagten Stuttgarter können dagegen ihre verbliebenen Mini-Hoffnungen auf den Europapokal wohl endgültig ad acta legen.

In einem von zahlreichen Top-Chancen geprägten Spiel fehlten dem Team von Trainer Pellegrino Matarazzo vor allem zwei Dinge: defensive Stabilität und offensive Effizienz. Passend dazu verschoss Philipp Förster (26.) einen Handelfmeter, selbst den Nachschuss setzte der Mittelfeldspieler unbedrängt über das Tor. Nur Gonzalo Castro traf in der Nachspielzeit.

Die äußerst unterhaltsame Partie startete ohne langes Abtasten. Allein im ersten Durchgang spielten sich beide Teams zahlreiche Hochkaräter heraus. Der größte Unterschied: Wolfsburg nutzte zwei seiner Topchancen, der VfB keine. Sasa Kalajdzic (9.) und Tanguy Coulibaly (35.) scheiterten jeweils frei und unbedrängt am starken VfL-Torhüter Koen Casteels. Zudem parierte der Belgier auch noch den Elfmeter von Förster. Was die Schwaben dagegen zum Teil defensiv ablieferten, war erschreckend.

Meistens benötigten die Gäste nur wenige Stationen, um gefährlich zu werden. Maximilian Philipp (10.) und der Ex-Stuttgarter Josip Brekalo (12.) hätten schon treffen können. Kurz darauf machte es Schlager besser und hämmerte den Ball mit dem Vollspann flach ins Tor. Eine knappe halbe Stunde später erhöhte Weghorst nach einer Brekalo-Flanke per Kopf. Der Niederländer war damit im siebten Bundesliga-Spiel in Serie an einem VfL-Tor direkt beteiligt, was vor ihm zuletzt dem Ex-Wolfsburger Edin Dzeko gelungen war.

Die ohne zahlreiche Stammkräfte angetretenen Stuttgartern machten dagegen deutlich, dass sie noch nicht reif sind für Europa. Die extrem junge Mannschaft kam kaum in die Zweikämpfe, wodurch Wolfsburg immer wieder zu Chancen kam. Offensiv blieb der Aufsteiger dagegen dank seines Tempos permanent gefährlich - er nutzte nur seine Gelegenheiten nicht.

Stattdessen schlugen die Wolfsburger erneut zu. Nach einem schnellen Angriff legte Brekalo quer auf Gerhardt, der den Ball zum 3:0 ins Tor schlenzte. Trotz des deutlichen Rückstandes bemühten sich die Schwaben weiterhin. Castros Tor in der Nachspielzeit war nur noch ein schwacher Trost.

© dpa-infocom, dpa:210421-99-299356/5

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