Verwester Unterschenkel gehört zu vermisster Stuttgarterin

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Ein DNA-Test ergab, dass der in der Schweiz gefundene Unterschenkel zu einer Frau gehörte, die seit 2017 in Stuttgart vermisst wird. (Foto: Imago)

Die Schweizer Polizei ermittelt seit Ende Juli wegen eines verwesten menschlichen  Unterschenkels, der auf einer Weide bei Untervaz gefunden wurde. Nun ist die Frau ermittelt, zu der das Körperteil gehörte.

Der Fund des Beins mitsamt einem Turnschuh der Grösse 38 war der Kantonspolizei Graubünden am 21. Juli gemeldet worden. Das Gebiet rund um den Fundort im Gebiet Halbmil wurde daraufhin mit einem Leichenspürhund der Kantonspolizei Zürich großräumig abgesucht - doch die Suche blieb erfolglos.

DNA-Analyse führt zu Identifizierung

Nach ersten Ermittlungen suchte die Schweizer Polizei nach einer Frau, etwa 1,68 Meter groß. Dass die Frau, zu der der Unterschenkel gehörte, tot sein muss, stand für die Beamten schon damals fest. 

Im Institut für Rechtsmedizin St. Gallen wurde eine DNA-Analyse gemacht, durch die die genetischen Informationen mit den nationalen und europäischen Gen-Datenbanken abgeglichen werden konnte. Die Suche erstreckte sich von Anfang an über die Grenzen der Region hinaus, denn in Graubünden wurde zu dieser Zeit keine Frau vermisst, auf die die Ermittlungsergebnisse gepasst hätten. 

Seit August 2017 aus Stuttgart verschwunden

Nun steht fest: Bei der Frau handelt es sich um eine Deutsche. Die damals 39-Jährige war seit August 2017 in psychisch verwirrtem Zustand aus Stuttgart verschwunden und als vermisst gemeldet.

Gemeinsam mit deutschen Behörden und der Staatsanwaltschaft ermittelt die Kantonspolizei Graubünden die weiteren Umstände, die zum Fund des Unterschenkels führten. Die Schweizer Polizei kündigte an, bis zum Vorliegen weiterer Ermittlungsergebnisse keine weiteren Auskünfte zu erteilen.

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