Verteidigungsausschuss des Bundestags berät über KSK-Affäre

Kommando Spezialkräfte (KSK)
Ein Soldat mit einem G36-Gewehr im Schießausbildungszentrum auf dem Kasernengelände des KSK. (Foto: Franziska Kraufmann / DPA)
Deutsche Presse-Agentur

Der Verteidigungsausschuss des Bundestags befasst sich heute mit der Munitionsaffäre beim Kommando Spezialkräfte (KSK) der Bundeswehr. An der Sitzung soll auch Verteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) teilnehmen.

Im Frühjahr 2020 war es zu einer Sammelaktion von Munition am KSK-Standort in Calw gekommen, bei der Soldaten straffrei Munition zurückgeben konnten, die zuvor entwendet oder nach Schießübungen nicht zurückgebracht worden sein soll. Die Aktion soll von KSK-Kommandeur Markus Kreitmayr angeordnet worden sein. Gegen den Brigadegeneral wurden deswegen sowohl dienstrechtliche als auch staatsanwaltliche Ermittlungen eingeleitet. Er blieb aber zunächst im Amt. Bei der Aktion wurden nach Bundeswehrangaben weit mehr als

40 000 Schuss Munition gesammelt.

Brisant an der Affäre ist, dass Kreitmayr eine Schlüsselrolle bei der Reform des KSK zukommt, die Kramp-Karrenbauer im vergangenen Jahr nach mehreren rechtsextremen Vorfällen bei der Elitetruppe eingeleitet hatte. Von 60 Reformschritten sind nach einem kürzlich veröffentlichten Zwischenbericht inzwischen 39 umgesetzt. Der Umbau der Truppe komme „faktisch einer Neuaufstellung“ gleich, sagte Generalinspekteur Eberhard Zorn bei der Vorstellung des Berichts.

© dpa-infocom, dpa:210411-99-163623/2

Bundeswehr, Kommando Spezialkäfte (KSK)

Wir haben die allgemeine Kommentarfunktion unter unseren Texten abgeschaltet. Für einzelne Texte wird es auch weiterhin die Möglichkeit zum Austausch geben. Aufgrund der Vielzahl an Kommentaren können wir derzeit aber keine gründliche Moderation mehr gewährleisten. Mehr Informationen zu unseren Beweggründen finden Sie hier.
Kommentare werden geladen

Meist gelesen

Impftermin-Ampel: Jetzt mit Push-Nachrichten für Ihr Impfzentrum

Die Impftermin-Ampel von Schwäbische.de zeigt mit einem Ampelsystem Impfzentren der Region an, in denen es gerade freie Termine gibt. 

+++ JETZT NEU: Nutzer mit einem Schwäbische Plus Basic, Premium- oder Komplettabo können sich nun exklusiv und noch schneller per Pushnachricht aufs Handy über freie Termine bei Ihrem Wunsch-Impfzentrum informieren lassen. Hier geht es direkt zum Push-Service, Abonnenten können ihn sofort nutzen.

Nutzer ohne Abo können weiterhin die bestehende Impfampel auf dieser Seite hier nutzen.

Die Geburt war zwar schwierig, doch mit Tochter Mariella scheint alles in Ordnung zu sein. Nach rund drei Monaten wird die Mutte

Schlaganfall im Mutterleib: Mariellas Diagnose steht erst vier Jahre nach der Geburt

Wenn die sechsjährige Mariella mit ihrem jüngeren Bruder Niklas im Garten spielt, wirkt sie auf den ersten Blick wie die meisten Kinder: entdeckungslustig, lebhaft und ausgelassen fröhlich. Erst auf den zweiten Blick erscheinen die Bewegungen bei ihr etwas steifer und unkoordinierter zu sein, beim Sprechen fallen ihr bestimmte Laute schwer. Denn was die junge Ostracherin von ihren Altersgenossen unterscheidet, ist die Diagnose Schlaganfall.

Rund 270 000 Mal im Jahr erleiden in Deutschland Erwachsene einen Schlaganfall, doch auch ...

Vorgärten, die nur aus Kies und Schotter bestehen, soll es in Biberacher Neubaugebieten künftig möglichst nicht mehr geben.

Was passiert mit illegalen Schottergärten? Landesministerien streiten darüber

Ein Ziergrasbüschel reckt den Kopf zwischen glatten Kieselsteinen hervor, mehr Grün sucht das Auge vergeblich: Die spöttisch „Gärten des Grauens“ genannten Flächen haben im vergangenen Jahr viele Schlagzeilen gemacht. Baden-Württemberg hat sie aus Artenschutzgründen explizit verboten. Doch wie wird das überhaupt kontrolliert – und wer setzt das Verbot durch?

Das Umweltministerium schätzt die Bedeutung des Verbots hoch ein - Begriffe wie „'gesamtgesellschaftliche Aufgabe' und 'Lebensgrundlage sichern'“ fallen.

Mehr Themen