Deutsche Presse-Agentur

Der Ausstoß von klimaschädlichen Treibhausgasen ist 2016 erneut gestiegen. Industrieschlote, Autos, Landwirtschaft und Privathaushalte pusteten insgesamt 78,4 Millionen Tonnen in die Luft, wie das Statistische Landesamt am Donnerstag in Stuttgart mitteilte. Dies sei eine Zunahme um 2,4 Prozent zum Vorjahr und der zweite Anstieg in Folge. Als ein Grund wurde die stabile Konjunktur genannt. Langfristig sei der Ausstoß von Kohlendioxid, Methan und Lachgas im Vergleich zu 1990 um zwölf Prozent gesunken.

Im Jahr 2016 verursachte der Verkehrsbereich mit rund 30 Prozent den größten Anteil an den Treibhausgasen. Knapp 24 Prozent wurde von Kraftwerken verursacht. Umweltminister Franz Untersteller (Grüne) hatte im Mai 2017 erklärt, dass das Land die Klimaschutzziele im Jahr 2020 im günstigen Fall um zwei Prozent und im ungünstigen Fall um sechs Prozent verfehlen wird.

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