VBE-Chef warnt vor Mangel an Professionalität an Schulen

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Gerhard Brand
Gerhard Brand, Landesvorsitzender des Verbands Bildung und Erziehung (VBE), spricht bei einer Pressekonferenz. (Foto: Sina Schuldt/Archiv / DPA)
Deutsche Presse-Agentur

Der Landeschef des Verbandes Bildung und Erziehung (VBE) warnt vor einem zunehmenden Mangel an Professionalität an den Schulen. Vor allem bei Grundschulen fehle es an genügend ausgebildeten Pädagogen. Deshalb würden zuweilen nicht ganz fertige Lehrer oder Kräfte eingesetzt, die etwas anderes gelernt hätten, sagte Gerhard Brand am Freitag am Rande der VBE-Vertreterversammlung in Pforzheim. „Wir sehen die große Not“, räumte er ein. „Wir fordern aber, dass die Leute genügend qualifiziert werden, bevor sie vor der Klasse stehen.“

Auch sollten Quereinsteiger, die sich bewährt hätten, die Möglichkeit bekommen, die Ausbildung zum Lehrer nachzuholen, forderte Brand. Anlässlich des Weltlehrertages an diesem Freitag wies der VBE-Vorsitzende auch auf die zunehmende Belastung der Lehrer hin. Was früher Aufgabe der Familie und des sozialen Umfelds gewesen sei, werde heute den Lehrern aufgebürdet. Er forderte die Politik auf, etwas für den Gesundheitsschutz der Pädagogen zu tun. „Lehrer sollten den Regierenden wirklich wieder etwas wert sein.“

Der 56-Jährige wurde am Freitag mit großer Mehrheit als VBE-Landeschef bestätigt. Der Verband vertritt landesweit rund 80 000 Lehrer von der Grund- bis zur Gemeinschaftsschule. Für den Nachmittag hatte sich Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU) angesagt. Danach stand eine Diskussion mit den Fraktionsspitzen von Grünen, SPD und FDP aus dem Landtag an.

Frühere VBE-PM zum Lehrermangel (6.9.2018)

Info des Ministeriums zu Schulen im Land

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