Unterricht wird künftig nicht mehr von externen Lehrern bewertet

Lesedauer: 2 Min

Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU)
Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU) (Foto: Roland Rasemann)
Landes-Korrespondentin

Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU) schafft die Fremdevaluation für Schulen ab. Das teilt sie in einem Brief an die Leiter aller allgemeinbildenden Schulen mit, der der „Schwäbischen Zeitung“ vorliegt.

Eisenmann argumentiert mit den Änderungen in der Schulverwaltung. Wie berichtet, soll es ab 2019 zwei neue Institute geben: das Zentrum für Schulqualität und Lehrerbildung sowie das Institut für Bildungsanalysen. Das Landesinstitut für Schulentwicklung, das bislang die Fremdevaluation an den Schulen durchgeführt hat, soll es dann nicht mehr geben.

Im Brief an die Schulleiter vom 11. Juli erklärt Eisenmann: „Vor dem Hintergrund dieser anstehenden Neuausrichtung des gesamten Systems der Qualitätssicherung und Qualitätsentwicklung wird die Fremdevaluation an den allgemein bildenden und beruflichen Schulen ab dem Schuljahr 2017/2018 ausgesetzt.“ Es werde auch weiterhin eine Evaluation geben, denn „ich bin davon überzeugt, dass es nach wie vor den Blick von außen braucht“. Nun müsse erarbeitet werden, wie dieser Blick von außen künftig aussehen soll.

Bei der Fremdevaluation besuchen Lehrer den Unterricht von Kollegen anderer Schulen und bewerten diesen. Eisenmann hatte den Aufwand, den dieser Prozess mit sich bringt, schon häufiger kritisiert.

Ihr Kommentar wird nach einer kurzen Prüfung durch unsere Redaktion veröffentlicht.
Kommentare werden geladen
Mehr Themen