Umstrittene Entscheidung: Diese Stadt setzt beim Martinsumzug keine Pferde mehr ein

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St. Martin teilt vor einem Umzug mit dem frierenden Bettler seinen Mantel (Symbolfoto).
St. Martin teilt vor einem Umzug mit dem frierenden Bettler seinen Mantel. (Foto: ANDY HEINRICH)
Schwäbische Zeitung

Der auf einem Schimmel sitzende Reiter zum Martinstag darf in Eppingen (Kreis Heilbronn) nicht mehr auf die Straße. Viele verstehen den Schritt nicht - doch die Vorgeschichte ist ernst.

Die Heilbronner Stimme berichtet über die aktuelle Entscheidung der Stadt mit 21.000 Einwohnern. Demnach war ein Reiter in einem Stadtteil vom Eppingen jüngst am Rande eines Umzugs vom Pferd gestürzt. Dabei hat er sich nicht nur verletzt - sondern auch das Pferd ging offenbar durch. Das war der Stadtverwaltung nun zu gefährlich:

"Der Schutz der Kinder und der Teilnehmer beim Martinsumzug ist uns natürlich ein ganz dringendes Anliegen", sagte nun ein Sprecher der Stadt dem Südwestrundfunk zum Verbot von Pferden mit Reitern während Martinsumzügen in der Stadt. Doch die Entscheidung ist umstritten. Vor allem in sozialen Netzwerken gibt es Widerstand. 

Bislang bleibt das Verbot für Pferde bei Martinsumzügen auf Eppingen beschränkt. Im nahen Heilbronn und in anderen Städten von Baden-Württemberg sind keine ähnlichen Fälle bekannt.

Eine Erklärung für die Vorsicht in Eppingen könnte allerdings ein anderer Vorfall bei einem Umzug in der Stadt in jüngster Vergangenheit sein. Beim Fastnachtsumzug war dort eine 18-Jährige über einen Kessel mit kochend heißem Wasser gehalten worden. Dabei zog sie sich schwere Verbrühungen zu. 

Außerdem gab es in der Region zuletzt mehrere gefährliche Zwischenfälle mit Pferden bei anderen Gelegenheiten.

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