Mesale Tolu
Die Journalistin Mesale Tolu (r) verteilt an die Mitglieder des Ulmer Unterstützerkreises Blumen. (Foto: DPA)
Deutsche Presse-Agentur

Der Solidaritätskreis „Freiheit für Mesale Tolu“ hat in Ulm die Rückkehr der Journalistin aus der Türkei vor sechs Wochen gefeiert. In einer Grußbotschaft, die auf der Veranstaltung am Freitag verlesen wurde, äußerte Oberbürgermeister Gunter Czisch (CDU) die Hoffnung, dass das Verfahren gegen Tolu wegen Terrorpropaganda und Unterstützung von Terroristen in Istanbul „doch noch ein gutes Ende nimmt“. Die in Ulm geborene und aufgewachsene kurdischstämmige Journalistin könne auch bei der Fortsetzung ihres Prozesses in der Türkei mit der Solidarität aus ihrer Heimat rechnen, erklärte Czisch.

Tolu war am 26. August nach monatelanger Untersuchungshaft mit ihrem dreijährigen Sohn nach Deutschland zurückgekehrt. Kurz zuvor hatte ein Gericht in der Türkei überraschend ihre Ausreisesperre aufgehoben.

Zahlreiche Unterstützer der 33-jährigen Journalistin kamen zur Feier mit ihr zusammen. Der Oberbürgermeister dankte in der Grußbotschaft allen, die etwa bei Freitagsdemonstrationen am Ulmer Münster gegen das Unrecht protestierten, das Tolu und anderen politisch Verfolgten in der Türkei angetan worden sei.

Der Prozess gegen die 33-Jährige wird am 16. Oktober fortgesetzt. Tolu hatte erklärt, sie wolle einen Freispruch beantragen. Die endgültige Entscheidung, ob sie dazu erneut in die Türkei reist, wolle sie wenige Tage vor dem Termin treffen, sagte Tolu der Deutschen Presse-Agentur.

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