Turnen
Ein Sportler greift einen Ring. (Foto: Lukas Schulze/Archiv / DPA)
Deutsche Presse-Agentur

Die Deutsche Turnliga (DTL) sucht nach dem angekündigten Rückzug des MTV Stuttgart nach einer Aufstiegsregelung für die Bundesliga. Die Stuttgarter sind nach der KTV Obere Lahn bereits der zweite Verein, der sein Startrecht für die kommende Saison nicht mehr wahrnehmen will. „Mit zwei Vereinen hat wohl nie jemand gerechnet. Denn das Regelwerk sieht für den Fall eines unvorhergesehenen Ausscheidens von mehr als einer Mannschaft derzeit keine Regelung vor. Da müssen die Gremien jetzt einen Konsens finden“, sagte Bundesligasprecher Albert Wiemers am Mittwoch.

Der MTV Stuttgart hatte sein Vorgehen am Dienstag damit begründet, dass es in der DTL keine einheitlichen Vergütungsregelungen von Turnern gibt. Darin sieht der Club durch die strengen Regelungen in Baden-Württemberg ebenso einen Standortnachteil wie in der großen Konkurrenz durch andere württembergische Teams in der Bundesliga.

Die so eingeschränkten Möglichkeiten, Top-Turner zu verpflichten, haben nach Einschätzung des MTV als Folge des Verlusts von Spitzenathleten letztendlich zu einem signifikanten Rückgang des Zuschauerinteresses in Stuttgart geführt.

Die DTL prüft nach eigenen Angaben nun zwei mögliche Szenarien. Eine Möglichkeit wäre, dass die Bundesliga auf einen Absteiger verzichtet und zwei Mannschaften aufsteigen. Die wahrscheinlichere Möglichkeit wäre im Falle eines Absteigers, dass insgesamt drei Teams von den 2. Bundesligen Nord und Süd aufsteigen. Das Verfahren dafür müsste noch bestimmt werden.

Bundesliga-Ergebnisse

Turnliga-Mitteilung zu Rückzug von MTV Stuttgart

Mitteilung auf Homepages des MTV Stuttgart

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