Torhüter Kobel wechselt vom VfB Stuttgart zum BVB

VfB-Torhüter Gregor Kobel
Stuttgarts Gregor Kobel hält den Ball. (Foto: Matthias Balk / DPA)
Deutsche Presse-Agentur

Der Wechsel von Torhüter Gregor Kobel vom VfB Stuttgart zu Borussia Dortmund ist perfekt. Wie der BVB am Montag mitteilte, erhält der 23 Jahre alte Schweizer einen Vertrag bis zum 30. Juni 2026. Dem Vernehmen nach zahlt die Borussia, bei der neben Kobel mit Roman Bürki und Marvin Hitz bereits zwei weitere eidgenössische Keeper auf der Gehaltsliste stehen, eine Ablösesumme von 15 Millionen Euro an den VfB. „In ihm sehen wir großes Potenzial. Gregors Zielstrebigkeit, sein Ehrgeiz und seine Konstanz sind bemerkenswert, das Profil seines Torhüterspiels passt zu uns“, kommentierte BVB-Sportdirektor Michael Zorc.

Einen Teil dieser Summe will der Revierclub durch den Verkauf von Bürki refinanzieren. Der 1,94 Meter große Kobel ist deutlich jünger als Bürki und Hitz und gilt als Schlussmann mit großem Entwicklungspotenzial. „Gregor hat nicht nur in sportlicher Hinsicht überzeugt, sondern war auch in Sachen Ausstrahlung, Professionalität und Teamgeist ein wichtiger Faktor für uns“, sagte VfB-Sportdirektor Sven Mislintat. „Sein Wechsel zu Borussia Dortmund ist eine klassische Win-Win-Situation, weil Gregor bei einem Champions-League-Club den nächsten Schritt in seiner Karriere gehen kann und wir als VfB in wirtschaftlich bekanntermaßen angespannten Zeiten wichtige Einnahmen erzielen.“

Die abgelaufene Spielzeit beendete Kobel mit Aufsteiger Stuttgart auf Tabellenplatz 9 und kam in 33 von 34 Liga-Partien zum Einsatz. Derzeit bereitet er sich mit der Schweizer Nationalmannschaft auf die EM vor. Kobel ist nach dem 17 Jahre alten Abwehrspieler Soumalia Coulibaly von Paris Saint-German der bisher zweite Dortmunder Neuzugang für die kommende Saison.

„Man kann auf dem Platz sehen, dass ich ein sehr emotionaler Typ bin. Nach der Pandemie vor mehr als 80.000 Zuschauern in Dortmund auf dem Rasen zu stehen, in dieser Atmosphäre - dem fiebere ich schon jetzt entgegen“, sagte Kobel.

Als möglicher Kobel-Ersatz beim VfB gilt laut Medienberichten Florian Müller, der beim FSV Mainz 05 unter Vertrag steht und zuletzt an den SC Freiburg ausgeliehen war.

Nutznießer des Transfers ist auch TSG 1899 Hoffenheim.

Nach dpa-Informationen erhält der Bundesliga-11. einen Nachschlag von knapp über zwei Millionen Euro. Die Hoffenheimer hatten bereits etwa vier Millionen Euro für den Wechsel Kobels nach Stuttgart erhalten.

© dpa-infocom, dpa:210531-99-809486/2

Vereinsmitteilung

VfB-Mitteilung zum Kobel-Wechsel

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