Jean Todt
Jean Todt, Präsident der FIA, kommt in das Fahrerlager. (Foto: Uli Deck / DPA)
Deutsche Presse-Agentur

Deutschland sollte nach Ansicht von Motorsport-Weltverbandschef Jean Todt auch künftig ein Formel-1-Rennen ausrichten. „Ich glaube stark, dass Deutschland, das wahrscheinlich das Land mit der größten Kenntnis für das Bauen und Produzieren von Autos hat, einen Formel-1-Grand-Prix haben sollte“, sagte der frühere Ferrari-Teamchef von Michael Schumacher am Samstag in Hockenheim. Es tue ihm leid, wenn die Antrittsgebühren nicht bezahlt werden könnten. „Da können wir aber wenig machen“, sagte der 73-jährige Franzose.

Der Grand Prix von Deutschland auf dem Hockenheimring konnte für dieses Jahr erst gesichert werden, nachdem sich Mercedes als Titelsponsor verpflichtet hatte. Die Betreiber des Kurses in Nordbaden können die Antrittsgebühren schon lange nicht mehr aufbringen. Für 2020 ist ein Deutschland-Rennen nach derzeitigem Stand unwahrscheinlich. Eine Rennstrecke wie Baku etwa soll jährlich zwischen 40 und 50 Millionen Euro Gebühr zahlen.

FIA-Boss Todt lobte die Qualitäten von Sebastian Vettel. „Er ist ein großartiger Fahrer, einer der besten Fahrer der Welt“, sagte der Chef der obersten Regelbehörde. Wahrscheinlich habe der Ferrari-Pilot aber in seiner ganzen Zeit bei der Scuderia nicht die beste Maschine gehabt, „die ihm erlauben würde, so weit vorne zu sein, wie er sein könnte.“

Todt sagte mit Blick auf Vettels Stallrivale Charles Leclerc: „Er hat einen sehr talentierten Teamkollegen, der ihm wahrscheinlich das Leben etwas schwerer macht. Er ist ein Mensch und keine Maschine, so darf man aber auch Fehler machen. Das kann passieren, wenn man unter hohem Druck steht.“

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