Telemedizin hinter Gittern: Wolf präsentiert Videoprojekt

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Guido Wolf
Guido Wolf (CDU) spricht während eines Interviews. (Foto: Christoph Schmidt/Archiv / DPA)
Deutsche Presse-Agentur

Justizminister Guido Wolf (CDU) will heute eine erste Bilanz zum Telemedizin-Projekt in Gefängnissen im Südwesten ziehen. „Diese richtungsweisende Technik eröffnet uns völlig neue Möglichkeiten und gibt uns die Chance, unsere Bediensteten im Justizvollzug zu entlasten“, teilte Wolf der Deutschen Presse-Agentur im Vorfeld mit. Auf der Krankenstation der Justizvollzugsanstalt Stuttgart soll eine Behandlungssituation mit Videotechnik vorgeführt werden.

Der starke Anstieg der Gefangenenzahlen und die Zunahme psychisch auffälliger Häftlinge stelle den Justizvollzug auch im medizinischen Bereich vor Herausforderungen, hieß es aus Wolfs Ministerium. Das gelte besonders in den Abend- und Nachstunden, aber auch an Wochenenden und Feiertagen, wenn auch in den größeren Vollzugsanstalten kein Anstaltsarzt da sei.

Das Modellvorhaben war im Juni in mehreren Gefängnissen in Baden-Württemberg angelaufen. Es ist zunächst auf eine sechsmonatige Pilotphase angelegt - bewährt es sich, soll es auf alle Gefängnisse in Baden-Württemberg ausgedehnt werden. Dabei berät ein online zugeschalteter Arzt den Gefangenen am Bildschirm.

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