Stuttgarter Debakel im Zweitliga-Topspiel beim Hamburger SV

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Sonny Kittel und Pascal Stenzel
Hamburgs Sonny Kittel und Stuttgarts Pascal Stenzel (l-r.) bemühen sich um den Ball. (Foto: Frank Molter/dpa / DPA)
Deutsche Presse-Agentur

Das tat richtig weh! Der VfB Stuttgart hat im Topspiel der 2. Fußball-Bundesliga beim Hamburger SV ein 2:6 (1:3)-Debakel erlebt und ist nach der dritten Niederlage in Serie auf Rang drei abgerutscht. Der Bundesliga-Absteiger weist nach der ersten Auswärtsniederlage der Saison mit weiter 20 Punkten nun vier Zähler Rückstand auf Spitzenreiter HSV auf. „Hamburg hat den Platz als verdienter Sieger verlassen, auch weil wir den Gegner eingeladen haben, Tore zu schießen“, resümierte VfB-Trainer Tim Walter.

Vor 57 000 Zuschauern im erstmals in dieser Saison ausverkauften Volksparkstadion sorgten Sonny Kittel (14. Minute/Foulelfmeter, 36.), Bakery Jatta (24.), Gonzalo Castro (56./Eigentor), Martin Harnik (76.) und Adrian Fein (90.+1) für den fünften HSV-Heimsieg in Serie. Die Tore von Nicolas Gonzalez (33.) und Silas Wamangituka (63.) reichten für den VfB bei weitem nicht aus, um die dritte Pleite nacheinander zu verhindern.

„Wir kommen am Dienstag wieder und werden nicht die Fahne hissen. Wir werden die Fehler analysieren“, verkündete Walter mit Blick auf das Zweitrunden-Duell im DFB-Pokal am Dienstag (18.30 Uhr/Sky) an gleicher Stätte.

Der HSV zeigte vor allem in der ersten Halbzeit, warum er die beste Heim-Mannschaft der Liga ist. Aus vier Top-Chancen machten der starke Kittel & Co. dank gnadenloser Effizienz drei Tore. „Die ersten beiden Gegentore sind viel zu schnell gefallen und waren in ihrer Entstehung einfach unnötig. Danach war es schwierig für uns“, sagte VfB-Keeper Gregor Kobel.

Bei den Schwaben erwies sich der für den gesperrten Abwehrchef Holger Badstuber aufgebotene Maxime Awoudja als Schwachpunkt: Er verursachte den Elfmeter und verlor vor dem 0:2 den Ball. Gonzalez' Tor hielt die offensiv starken Gäste aber im Spiel.

Nach dem Wechsel setzte der VfB voll auf Angriff. Nach dem Eigentor schien die Partie gelaufen. Stuttgart schlug zwar noch einmal zurück, doch Philipp Försters vermeintliches 3:4 wurde wegen vorherigen Handspiels von Gonzalez nach Videobeweis zurecht nicht anerkannt. „Wenn das Tor gezählt hätte, wäre die Partie vielleicht noch einmal anders gelaufen. Letztlich hatten wir aber den ein oder anderen Fehler zu viel in unserem Spiel“, meinte Abwehrspieler Marc Oliver Kempf.

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