Symbolischer Tunnelanschlag
Michael Heil, Pfarrer der Kirchengemeinde St. Georg, spricht beim symbolischen Tunnelanschlag für den S21-Tunnel. (Foto: DPA)
Deutsche Presse-Agentur

Traditionell arbeiten die Bergleute und Mineure am Tag der Heiligen Barbara nicht - am Dienstag fräste im Stuttgarter Stadtteil Bad Cannstatt trotzdem ein Bagger in den Berg. Zwischen Neckarufer und dem Schloss Rosenstein gräbt die Stuttgart 21 Projektgesellschaft einen Tunnel in Richtung des neuen Hauptbahnhofs. Und weil die Heilige Barbara die Schutzpatronin der Tunnelarbeiter ist und - zumindest bei der Bahn - jede Tunnelbaustelle unter ihrem Schutz steht, begannen die Arbeiter am Dienstagnachmittag im Rahmen einer Feier symbolisch mit dem Tunnelvortrieb.

In der Röhre sollen in Zukunft die Fern- und Regionalzüge zwischen Bad Cannstatt und dem neuen Stuttgarter Hauptbahnhof rollen. Später soll ein zweiter Tunnel für die S-Bahnen entstehen. Über 80 Prozent der beiden Tunnel sind schon gegraben - man hatte ursprünglich von der anderen Seite begonnen. Jetzt arbeitet man auch von der Neckarseite - und will damit bis Ende nächsten Jahres fertig sein.

Auf den Feierlichkeiten am Dienstag wurde betont, dass es bei den Tunnelarbeiten für Stuttgart 21 noch keinen schweren Unfall gab. Das wäre vor hundert Jahren vermutlich anders gewesen: „Damals rechnete man mit einem Todesopfer pro Tunnelkilometer“, erklärte Projektsprecher Jörg Hamann.

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